Die Elf des Spieltages – Paderboah!

31 Aug

scheißeamschuh

Junior Malanda

Es lebe der König: Junior Malanda hat sich gegen Frankfurt zum König aller Chancentode gekürt. Aus diesmal circa 70 Zentimetern verdaddelte der Wolfsburger eine 1000% Chance und vergab so den Sieg für die Wölfe. Nach einem mehrminütigem Lachkrampf bekam ich etwas Mitleid mit dem 20-Jährigen, hat er doch in zwei Einsätzen all die großen Versager der Bundesliga in den Schatten gestellt. Um seine Leistung gebührend zu feiern, bekommt Malanda den goldenen Scheiße-am-Schuh verliehen. Er hat es sich redlich verdient. Es bleibt nur eine Frage offen, macht er gegen Hoffenheim den Malanda-Hattrick perfekt?

Marco Reus

Reus ist momentan noch nicht bei hundert Prozent und das sollte man als Drohung verstehen. Der Skifahrer unter den Fußballern hat gegen Augsburg gezeigt, wie man Verteidiger zu Slalomstangen degradiert. Mit drei tänzelden Schritten vernaschte er gleich drei Mann und netzt bravourös ein. Wäre dieser Mann bei der Weltmeisterschaft dabei gewesen, tja, dann wären wir jetzt Weltmeister. Und Vizeweltmeister, Argentinien wäre vor lauter Angst gar nicht angetreten.

Raul Bobadilla

Return of the Wühler. Dass es trotz Reus-Rückkehr gegen Augsburg nochmal spannend wurde, verdanken wir dem Türsteher-Stürmer Bobadilla. Bobadilla wuchtete und wühlte sich dermaßen durch die Dortmunder Defensive, man könnte meinen, eine Kompanie Maulwürfe hätte den Strafraum umgegraben. Der Wühler schweißte einen Ball an einer schon feiernden Defensive vorbei und startete so die furiose Augsburger Puppenkisten-Offensive. Leider gingen der am Ende die Tricks aus und Dortmund kam mit einem blauen Auge und umgegrabenen Strafraum davon.

Elias Kachunga

Krawumm! Zoink! Bumbäng! Kachunga! Die Paderborner haben die Lautmalerei von Actionfilmen um eine Facette erweitert. Gegen drittklassig auftretende Hamburger spielten die Neulinge frech nach vorne und konnten sich auf jede Menge Kracheffekte verlassen. Kachunga traf im zweiten Spiel zum zweiten Mal und meldet erste Ansprüche auf die Torjägerkrone an. Dabei beutelten sie die sowieso schon sehr arg angekratzten HSV-Egos und meldeten sich lautstark in der ersten Liga an. Mit einem dreifach kräftigen Kachunga! Übrigens: Paderborn steht momentan auf Platz zwei. Vor Bayern und Dortmund. Paderboooah!

Rene Adler

Der Mann war einmal Nationaltorhüter, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Gegen Paderboah zeigte er Reflexe wie ein altes Fahrrad und Antizipationsfähigkeit wie ein Kind, dass die Hand auf die heiße Herdplatte legt. Seine Vorderleute haben ihn nicht wirklich unterstützt, ein effektiver Rückhalt ist er für den HSV aber auch nicht. Nach diesem Auftritt sieht es schon wieder nach Abstiegskampf aus. Verdient, muss man hinzufügen.

Anthony Ujah

Und auch Köln ist in der Liga angekommen. Allerdings nicht mit Paderboah-Knalleffekt, sondern mit der Wucht einer Abrissbirne. Mit 107 km/h prügelte Ujah den Ball zum 2:0 gegen Stuttgart ins Netz. Der Platzwart brach daraufhin in Tränen aus und holte sein Flickzeug für das strapazierte Netz. Dinge die ungefähr so schnell sind wie Ujahs Abrisskeule: Aubameyang, Usain Bolt in einem Zug, die Grautönung von Vehs Haaren, die Geschwindigkeit der herannahenden HSV-Krise und die Europa League-Ambitionen der Kölner. Schließlich sind sie gerade auf Platz vier.

Benedikt Höwedes

Der Schalker hat durch den WM-Titel einen gehörigen Schub bekommen, anders ist diese Leistungsexplosion nicht zu erklären. Vor der WM war Höwedes ein solider Verteidiger. Jetzt ist er ein Tier, das sogar Lewandowski das fürchten lehrt. Höweltmeister gewann fast alle Zweikämpfe, unterband viele Bayernangriffe und erzielte höchstselbst den Ausgleich. Höwedes malochte für sein ganzes Team und weihte so den neuen Schalker Spielertunnel würdig ein.

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Karim Bellarabi

Leverkusen gegen die Hertha war wie die Ice Bucket Challenge. Die Berliner haben ganz cool angefangen und wurden trotzdem kalt erwischt und abgeduscht. Bellarabi spielt dabei die Rolle des besten Freundes, der dir erst das Eiswasser überschüttet, dich dann mit dem Eimer kloppt, zu Boden wirft und dann nochmal nass macht. Der gebürtige Berliner zeigte mehr Solos als RTL beim Bachelor und harmonierte unfassbar gut mit der Killeroffensive Son-Calhanoglu-Kießling. Sein Treffer zum 4:2 geht ohne Abstimmung als Tor der Woche durch und lässt beim Zuschauer nur eine Frage offen. Und die kann man mit einem breiten Lächeln beantworten: Der Junge hat einen deutschen Pass. Jogi, nimmste mit!

Antonio Rüdiger

Wo wir gerade schon beim Thema Nationalmannschaft sind. Für selbige hat der Jogi Rüdiger nominiert, was der mit einem freudigen Fehlerfestival gegen Köln beantwortete. Seinen lautstarken Ruf „Nimm mich nicht!“ dürfte Löw vernommen haben. Einen langen Ball legte Rüdiger Ujah so mustergültig vor, dass Real Madrid ihn als Nachfolger von di Maria verpflichten wollte. Allerdings konnten sie den Preis für Rüdiger nicht zahlen. Fußballtrikot? 90 Euro. Nominierungsanruf für die Nationalmannschaft? 9 Cent. Sich direkt im nächsten Spiel bis auf die Knochen blamieren? Unbezahlbar.

Admir Mehmedi

Freiburg spielte gegen Gladbach nur 0:0 und die Fohlen wussten danach, bei wem sie sich bedanken musste. Mehmedi schoss einen Elfmeter in die Zuschauerränge und vergab so die beste Chance. Sergio Ramos warf vor lauter Wut über den Fehlschuss eine Vase nach seinem Fernseher, traf aber nicht – drüber. Mehmedi vergab so zwei Punkte für sein Team und muss sich die Depp des Tages-Kategorie mit Malanda teilen.

Xabi Alonso

Er kam, sah und spielte. Ohne ein Training in München ist Alonso direkt der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Bayern. So schwer und kompliziert kann das System von Guardiola dann ja gar nicht sein, wenn Alonso das im 10-Minuten Crashkurs lernen kann. Den sollte er einigen anderen Münchnern ebenfalls empfehlen, Lewandowski und Götze stehen immer noch herum wie Falschgeld. Den Mann sollte Merkel für alle Integrationsprobleme verpflichten. Die zehn Millionen wären gut investiert.

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