Super, super Spieler – die Elf der Saison – Teil 2

18 Mai

Die defensiven Aufsteiger waren im letzten Teil dran, jetzt kommen die Himmelsstürmer an die Reihe. Alle die jetzt kommen, sind super, super, superduper Spieler. Mindestens.

André Hahn

Der Erfolg von André Hahn und den Augsburgern ist wohl das überraschendste der Saison, neben dem ESC-Triumph von Conchita Wurst. Ebenso wie Wurst kam Hahn wie ein Phönix aus der Asche – mit einem Aschenputtelmärchen vom Abstellgleis der vierten Liga zur Nationalmannschaft. Hahn ist ein limitierter Techniker, der durch unfassbaren Speed, bedingungslosen Einsatz und das Glück des Tüchtigen glänzen konnte. Fast hätte er seine Augsburger in die Europa League geschossen. Hätte man vor der Saison darauf gewettet, tja, dann wäre man ein verdammter Hellseher. Hahn ist das Überraschungsei der Saison, gerne mehr davon im nächsten Jahr.

Hahn Phoenix

Rise like a Hahn

Hakan Calhanoglu

Hakan „the Hammer“ Calhanoglu. Was der Hamburger in dieser Saison mit den Torhütern der Bundesliga veranstaltet hat, war noch lächerlicher als dieser Blog. Die Flugbahn von Calhanoglus Bällen war ebenso krumm, wie Hoeneß Finanzgeschäfte. Sein 45 Meter-Freistoß-Huf gegen Roman Weidenfeller erschloß sich mir auch nach der zehnten Wiederholung nicht. Wie zum Teufel macht man sowas? Haben die Illuminaten etwas damit zu tun? Und warum spielt so ein Fußballgott in Hamburg? Zumindest der letzte Teil dürfte bald geklärt sein – trotz einem Jahr Training in Hamburg wollen ziemlich viele Vereine den Zauberfuß haben. Und ersparen so den Keepern der zweiten Liga peinliche Momente und Fehlgriffe in der nächsten Saison.

Max Meyer

Der 18-Jährige hat sich in der Schalker Offensive festgespielt und Julian Draxler und Kevin-Prince Boateng die Position geklaut. Wer als Zehner den Vorzug vor zwei solchen Stars bekommt, muss einfach ein ganz Großer werden. Mit der Messi-Kampfgröße von 1,69 Meter wirbelt Meyer sich durch die Abwehrreihen der Bundesliga und ab jetzt auch der Champions League. Er ist das Gesicht des Schalker Aufschwungs und hat Gerüchten zufolge sogar ein paar Sorgenfalten im zerfurchten Gesicht von Trainer Keller beseitigt. Dazu gratulierten ihm Schönheitschirurgen aus aller Welt, gilt Keller doch gemeinhin als Sorgenfalte mit ein wenig Restgesicht.

Julian Brandt

In der schlimmsten Stunde der Bayer-Rückrunde ging der Stern des Blondschopfes Brandt auf. Beim locker-flockigen Bayer-Bashing gegen Paris St. Germain wurde Brandt ins eiskalte Wasser geworfen, zeigte aber eine starke Leistung und düpierte mehrfach die Pariser Granden. Ab da erhielt das Wunderkind mehr Einsatzzeiten, was er mit famosen Dribblings und tollkühnen Aktionen zurückzahlte. Er gehört zur Kategorie kommender Star, muss aber aufpassen, auf dem Weg ans Firmament nicht wie andere vor ihm zu verglühen.

Josip Drmic

Der Glubb is a Depp. In einer Seuchensaison beim Club gab es exakt einen Lichtblick – Josip Drmic. In bester Mintal-Phantom-Manier netzte der Schweizer insgesamt 17 Mal, fast die Hälfte der Nürnberger Tore. Dabei zeigte Drmic ein ganz feines Füßchen: Mal per Ibrahimovic-Gedächtnis-Hackentrick, mal mit Elastico, mal einfach nur schön. Der Alleinunterhalter im Sturm konnte trotz wenig Unterstützung seitens seiner Mitspieler immer Gefahr ausstrahlen. Das große Rätsel dabei bleibt, wie die Nürnberger mit so einem Mann absteigen konnten. Mal ernsthaft, mit so einem Wahnsinnsspieler muss man die Klasse halten. Ansonsten hält die Klasse dich fest, verprügelt dich, nimmt dir dein Lieblingsspielzeug (Drmic) weg und kickt dich danach eine Etage tiefer (zweite Liga).

Robert Lewandowski

Roooooobert. Wie kann man nach einer Weltklassesaison 2012/13 weiter aufsteigen? Indem man sich im Lewa-Style durch die Strafräume dieser Nation bombt, die Torjägerkanone abstaubt und dann ganz lässig ablösefrei zum Klassenfeind wechselt. Lewandowskis Spiel in dieser Saison war teilweise lachhaft, so sehr ignorierte der Pole die Gesetze der Physik. Bälle über 50 Meter lässt er einfach abtropfen oder tätschelt sie kurz mit dem Fuß. Sein Solo gegen fünf Hannoveraner mit abschließendem Treffer – einmalig. Sein unfassbarer Lupfer gegen Freiburg – Marke Weltklasse. Seine an Unverschämtheit grenzende Dreistigkeit beim Wechsel an die Isar – unbezahlbar. Wie zum Teufel soll man diese Bayern mit diesem Lewandowski jetzt noch schlagen? Klopp, übernehmen sie!

Hier nochmal der Lupfer zum Einrahmen und an die Wand hängen:

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