Elf des Spieltages – Mission: Impossible – Klassenerhalt

28 Apr

Roger Prinzen

Der neue FCN-Zeitarbeiter (Trainer) zeigte sich am Samstag in seiner Rolle als glatzköpfiger und erstaunlich massiger Tom Cruise im Spielfilm „Mission Impossible – Klassenerhalt“. Prinzen findet in Nürnberg eine völlig verängstigte Truppe vor, die mental noch blockierter ist, als die Berlin -Tag&Nacht-„Schauspieler“. Man würde Prinzen zutrauen, dass er alle Spieler auswechselt, dafür elf mal sich selbst bringt und dann die Gegner einfach in Grund und Boden kloppt. Aber selbst dann wäre ein Nürnberger Sieg noch nicht sicher.

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Martin Lanig

Der Frankfurter war am Samstag in seiner Rolle als „Chancentod des Grauens“ zu sehen. Diese spielte er oscarverdächtig, indem er den am Boden liegenden Keeper Grahl aus zwei Meter Entfernung unbedrängt anschoss. Noch trauriger als die Frankfurter Chancenverwertung sind sonst nur die neuen Opferkandidaten einer DSDS-Staffel. Lanig wären auch hier Chancen auszurechnen.

Carlos Zambrano

Der Kneipenschläger-Award aus Blut und Schweiß geht diese Woche an Carlos Zambrano. Er lieferte sich mit Modeste einen Fight der schmutzigsten Sorte: Erst knüppelte er Modeste per Ellebogencheck zu Boden, dann trat er ihm in den Allerwertesten. Danach zeigte er sich so unschuldig, wie Silvio Berlusconi vor Gericht und kam ebenso glimpflich davon – mit einer Verwarnung.

Anthony Modeste

Von wegen Hoffenheim zeigt keine Zähne. Modeste wollte sich im Infight mit Zambrano auf keinen Fall geschlagen geben und verpasste dem Frankfurter einen ordentlichen Punch und versuchte ihm das Schienbein zu zertreten. Unverständlicherweise sah der Schiedsrichter das als unfaires Spiel an und zeigte Rot. Wir hoffen auf eine baldige Revanche dieses Duells – gerne auch im Ring. Da sind die beiden Heißsporne wohl auch besser aufgehoben. Hier sind die Schläger bei der Arbeit:

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Ivica Olic

Das Pfluggeschirr in ackerbraun geht an diesem Spieltag an Ivica Olic. Der Wolfsburger ackerte und ochste sich durch die gegnerischen Reihen und gab keinen Ball verloren. Olic ist ein dermaßenes Arbeitstier, jede Maschine würde gegen ihn klein bei geben und sich über die Ungerechtigkeit der Menschisierung der Maschinenarbeitsplätze beschweren.

Marco Terrazzino

Terrazzino ist der Comeback-King der Woche. Nach einer langwierigen Verletzung brauchte der Freiburger knapp zehn Minuten für sein erstes Tor. In zehn Minuten schaffe ich es sonst nicht mal aufzustehen, geschweige denn meine Klamotten zu finden. Terrazzino dagegen läuft den Zehn-Minuten-Lauf in der Hälfte der Zeit und post dann noch ordentlich für die Kameras.

Sami Allagui

Der Herthaner Allagui war am Samstag im Braunschweiger Strafraum freier als Miley Cyrus bei ihren Auftritten, zeigte dann aber eine ebenso klägliche Leistung. Aus gefühlt einem Meter brachte er das Kunststück fertig, den Ball anstatt ins Netz Richtung Eckfahne zu bolzen. Wenn ich das nächste Mal selbst vor dem Tor jämmerlich scheitere, kann ich immerhin sagen „ich mach doch nur den Allagui“.

Rene Adler

Der ehemalige Nationaltorhüter ist momentan auf einem steilen Sturzflug Richtung Zweitklassigkeit. Einen harmlosen Schuss des Augsburgers Hahn faustete Adler sich gekonnt ins eigene Netz. Seine eigentliche Klasse ist momentan ebenso verloren, wie die MH-370. Was hat das Flugzeug mit dem Hamburger SV gemeinsam? In der ersten Klasse gibt es höchstwahrscheinlich keine Überlebenden.

Shinji Okazaki

Der Mainzer Stürmer misst knappe 1,74 Meter und überragte trotzdem die komplette Nürnberger Defensive. Er zeigte sich als Kopfballungeheuer, netzte einmal ein und war auch sonst ein einziger Alptraum für die Nürnberger Abwehrrecken. Die stecken jetzt so langsam den Sand in den Kopf und erwarten ein steiniges Restprogramm auf dem Weg in die zweite Liga.

Claudio Pizarro

Der Münchner Teilzeit-Goalgetter ist und bleibt ein Phänomen. Immer wenn der Fußballrentner auf den Platz darf, scheppert es im gegnerischen Strafraum gewaltig. In den letzten zwei Spielen hat Pizzaro dreimal getroffen, gegen Bremen traf er doppelt und jetzt ist sogar denkbar, dass Pizzaro es auch gegen Real Madrid richten soll. Mit seinen 35 Lenzen und einem unnachahmlichen Sprint (leichter Trab) kann man Ronaldo, Bale und Co. noch einmal zeigen, was einen Stürmer wirklich ausmacht: Ein goldenes Näschen und das Quäntchen Glück, einfach immer am richtigen Platz zu sein.

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Halil Altintop

Altintop gab am Wochenende den Hamburger Totengräber. Umbarmherzig schaufelte er den Hanseaten mit seinen zwei Treffern das Grab ihrer Erstklassigkeit. Aber man konnte auch nicht ernsthaft behaupten, dass dieser HSV noch etwas in der Bundesliga verloren hat. Ganz anders dagegen die Fuggerstädter: Mit einer Selbstverständlichkeit siegen die Augsburger weiter und können noch von der Europa League träumen. In Hamburg ist der Traum Bundesliga bald vorbei. Und die Dinosaurier sterben doch.

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