Die Elf des Spieltages – Fairness-Battle

10 Mrz

Hiroshi Kiyotake

Nürnberg und Bremen lieferten sich am Wochenende einen Kampf der besonderen Art. Im Fairness-Battle legte Kiyotake vor, einen zu Unrecht gegebenen Eckball revidierte der Japaner zu einem Abstoß für Bremen. Auch so zeigten sich die Clubberer äußerst fair und schoßen einfach mal keine Tore. Könnte Kiyotake fließend Deutsch sprechen, hätte er das eigene Spiel sicher so bewertet: „Wir wollten die Bremer nicht wieder in den Abstiegskampf bringen, die sind doch so nett, die dürfen ruhig in der Liga bleiben.“

Aaron Hunt

Der Bremer Hunt konterte das ganz cool mit „your mum is a really nice lady!“ Auch im Spiel selbst zeigte sich Hunt fair, er fiel in einem Zweikampf gegen Pinola sehr schnell, Schiri Gräfe zeigte auf den Punkt. Nach Kiyotakes Ecken-Vorlage musste Hunt kontern, daher gab er seine Schwalbe zu und verzichtete so auf den fälligen Elfmeter. Die Nürnberger bedankten sich anschließend per Huntschlag.

Bernd Leno

Leno aka der Killer. Gegen Hannover hielt er bereits den fünften Elfmeter in dieser Saison. Terminatorgleich fixiert er bei Elfmetern seine Gegner, pariert per Hechtsprung den Schuss, brüllt danach seinen unterlegenen Feind an und tritt ihn anschließend aus dem Leben. Hasta la balla baby!

Sebastian Kehl

Der sonst eher für’s grobe bekannte Kapitän des BVB zeigte gegen Freiburg ein ganz feines Füßchen. Aus 25 Metern hob er den Ball über Baumann ins Tor. Danach trippelte Kehl Richtung Eckfahne, sprang einen doppelten Rittberger und landete grazil auf seinen feinen Tretern. Kloppo muss nach Sammers Kritik im Training wohl ein wenig Ballett trainiert haben.

Alexander Madlung

Der Frankfurter Hüne ist eigentlich dafür bekannt, Stürmern durch seine bloße Anwesenheit Schweißperlen auf die Stirn zu treiben, den Rasen aus Furcht vor seinen Grätschen wegrutschen zu lassen und den Schiedsrichtern aufgrund seiner Fouls nach einer neuen Kartenfarbe suchen zu lassen. Gegen Hamburg legte Madlung das alles für einen kurzen Moment ab und verwandelte eine Flanke sehenswert per Seitfallzieher. Irgendwo in Madlung versteckt, lebt also ein Edeltechniker. Unsere Vermutung: Das ist ein Stürmer, den er im Zweikampf gefressen hat. Gegen Hamburg kam der kurz zum Vorschein.

Halil Altintop

Der Fußballrentner wird mit dem Alter immer besser. Gegen Gladbach schweißte er in Ibrahimovic-Manier einen Fallrückzieher ins Netz. Vor einigen Jahren hätte er sich beim bloßen Versuch etwas gebrochen. Was wird jetzt aus Altintop? Er wird in der nächsten Saison Torschützenkönig, in zehn Jahren Weltfußballer und mit 60 in die Nationalmannschaft berufen. Alter Schwede, würde Ibrahimovic da sagen.

Christian Gentner

Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß. Dieses ureigene Wahrheit von Icke Häßler traf am Samstag auch auf den Stuttgarter Kapitän zu. Beim Stande von 2:1 versemmelte Gentner einen Elfmeter und vergab so die Entscheidung gegen Braunschweig. Und wie das dann so läuft, machte Braunschweig folgerichtig den Ausgleich. Wir empfehlen: Schuh abputzen, weitermachen.

Klaas-Jan Huntelaar

Der Cristiano-Ronaldo-Arroganz-Preis geht diese Woche an Huntelaar. Gegen Hoffenheim lupfte er einen Elfmeter selbstsicher halbhoch in die Mitte und ließ Casteels so endlich auch mal jubeln. Danach zeigte der Holländer aber, was Ronaldo sonst auch macht: Sich seine Arroganz verdienen. Er machte einfach drei Buden gegen bemitleidenswerte Hoffenheimer und rechtfertigte so seinen Strafstoß. Wer drei Tore macht, darf nämlich eigentlich alles.

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Mario Mandzukic

Der Teilzeitstürmer der Überbayern durfte knapp 30 Minuten gegen Wolfsburg ran und schoß einfach mal zwei Tore. Damit ist er der beste Torschütze der Liga, obwohl er sehr viel weniger Einsatzzeit hat als seine Konkurrenten. Zumindest versuchen die Bayern, die Torjägerkrone nicht auch noch zu holen, anders sind die auf viele Akteure verteilten Tore nicht zu erklären. Frei nach dem Motto „nimm du ihn, ich hab schon getroffen“ darf bei den Münchnern jeder mal ran.

Maxim Choupo-Moting

Der Hepp des Tages (Held-Depp) geht heute an Choupo-Moting. Erst bewies der Mainzer Kreisklassen-Niveau, als er einen Pass überhaupt nicht kontrollieren konnte und so die Führung für die Hertha ermöglichte. Davon ließ sich Choupo-Moting allerdings nicht beeindrucken, er trat wie selbstverständlich zum Elfmeter an und verwandelte zum 1:1-Ausgleich. Wäre er noch eiskälter, würde er die Titanic zum Sinken bringen.

Robin Knoche

Knoche konnte man am Samstag nur bemitleiden. Gegen Hochgeschwindigkeits-Bayern mutete Knoche an wie die Deutsche Bahn gegen… gegen eigentlich alles. Er kam immer zu spät, war viel zu langsam und sein Service (Pässe) waren eine Frechheit. Knoche hatte das Bahn-Motto verinnerlicht: Freie Bahn den Bayern!

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