Die Elf des Spieltages – Der Feind im eigenen Tor

2 Mrz
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Daniel Davari

Eigentlich sollen Torhüter Tore verhindern, im Spiel Braunschweig gegen Gladbach schien das aber keiner mitbekommen zu haben. Davari reagierte bei einer Gladbacher Ecke genauso schnell, wie der Hamburger Aufsichtsrat. Nämlich gar nicht. Der Ball prallte von seinem Knie ins eigene Tor, wofür er den Piplica-Gedenk-Preis für das dümmste Eigentor verliehen bekommt. Allerdings gab es auch einen starken Konkurrenten…

Marc-André ter Stegen

Und zwar Ex-Nationaltorhüter ter Stegen. Einen langsamen Rückpass stolperte er in ter-Stegen-Gedenk-Manier ins eigene Tor. Gerüchten zufolge, soll ter Stegen ein begnadeter Fußballer sein. Gerüchten zufolge, soll Barcelona großes Interesse an Gladbachs Keeper haben. Neues in der Gerüchteküche: Von wegen ter Stegen – Barcelona überlegt sich das nochmal mit Pannen-Marc. Tore schießen, können sie schließlich auch selbst.

Maxim Choupo-Moting

Zu Karneval sind die Rheinländer bekanntlich sehr ausgelassen. Daher verkleidete sich Choupo-Moting gegen Leverkusen einfach mal als brillanter Fußballer und traf per Hackentrick zum Sieg. In Normalform hätte er sich beim bloßen Versuch den Knöchel verstaucht, so aber zauberte er den Ball an Leno vorbei. Maxim der Große, zaubere doch einfach öfter. Dann nehmen wir dir den brillanten Fußballer vielleicht sogar ab.

Marcel Ndjeng

Der Herthaner Ndjeng lieferte gegen Freiburg feinsten Slapstick, leider sind die Fristen für die Oscar-Verleihung schon abgelaufen. Ndjeng hätte mit seiner Rolle als „Torjäger“ definitiv Chancen gehabt. Er bekam einen hohen Ball zugespielt und lief frei auf Baumann zu. Was dann folgte, war eine Bewerbung für die Kreisklasse. Erst schlug Ndjeng ein Luftloch, dann verlor er die Orientierung und drehte sich im Kreis, nur um anschließend theatralisch zu fallen und einen Elfmeter zu fordern. Dreifaches Versagen innerhalb von drei Sekunden. So holt man eben keine drei Punkte.

Mame Diouf

Diouf hat mit seinem Treffer gegen Augsburg einen Rekord gebrochen: Nie ist ein Ball noch langsamer ins Tor gekullert. Mit gefühlten 2 km/h kroch der Ball ins lange Eck, Manninger schaute staunend dabei zu und applaudierte danach standesgemäß. Rekordversuche soll man schließlich nicht aufhalten. Es sei denn, man ist Torhüter, aber an diesem Samstag war es ja schon eine Auszeichnung, wenn man sich keinen Ball ins eigene Tor schoß. Fragen sie mal ter Stegen.

Tomáš Pekhart

Den Nürnbergern bleibt das Pech ebenso treu, wie Reiner Calmund seinen Pfunden. Pekhart nutzte einen Dortmunder Fehler und setzte den Ball fulminant ans Aluminium – zum 19. Mal. Mehr Pech hat sonst nur Stefan Kießling, wenn er auf eine Nominierung für die Nationalmannschaft wartet. Nürnberg ist also der Donald Duck der Liga, immer im Pech. Das Gute daran: Donald Duck Comics sind seit jeher erstklassig, der Klassenerhalt ist also gesichert.

Mats Hummels

Mats machts. Kaum spielt Hummels wieder, sprüht Dortmund nur so vor Spielfreude. Und als guter Comeback-king schießt Hummels auch gleich das Führungstor. Nebenbei hilft er kleinen Kindern in Not, erobert die Krim zurück, rettet die Welt und versucht Dortmund wieder zu einem echten Gegner für die Bayern zu machen. Allerdings haben ich beim letzten Vorhaben doch erhebliche Zweifel.

Aaaron Hunt

Mit einem Geniestreich hat Hunt das Nordderby entschieden, ein Ibrahimovic-Hackentrick bereitete das entscheidende Tor vor. Hunt spielte so, als würde er nicht bei Werder Bremen spielen, als wäre er tatsächlich ein begabter Fußballer. Unter all dem Schmutz der Abstiegskämpfe verborgen, zeigte Hunt doch spielerische Klasse. Es gilt also jetzt: Abwaschen und mehr zeigen!

Arjen Robben

Die Überzorgmonsterbayern! Mit einem neu geschaffenen Superlativ kann man endlich wieder über die Münchner reden. Robben zernichtete den Vierten Schalke mit Leichtigkeit: Ein Lupfer, ein Heber, ein Elfer – drei Tore. Noch einfacher ist nur die Erwartungshaltung aller Bundesligisten bei einem Spiel gegen die Bayern: 90 Minuten – 0 Chance – 0 Punkte. Aber so ein Robbentrikot als Souvenir ist doch auch schön. Mal mit einem Weltklassemann gespielt zu haben, kann man seinen Enkeln ja noch erzählen.

David Alaba

Von wegen David Alaba, Goliath Alaba! Auch gegen Schalke war der Turbostürmer, pardon, Verteidiger, nicht zu halten. Er narrte, flankte und machte eigentlich die ganze Zeit, was er wollte. Alaba ist der beste Außenverteidiger der Liga, was er aber einem glücklichen Umstand zu verdanken hat: Der noch bessere spielt jetzt einfach im Mittelfeld. Bei so viel Dekadenz, bestellt man doch gleich Kaviar zum Trüffel.

Anthony Modeste

Modeste steht für die Super-Hyper-Spaß-Offensive der Kraichgauer. Volland, Salihovic, Firmino und Modeste spielten sich in einen Rausch und zerfleischten die Wölfe genüsslich. Dabei verpassten sie Wolfsburg eine heftige Abreibung. Sie war sogar so heftig, man hatte fast den Eindruck, die Bayern hätten mitgespielt. Die Torhüter hatten auf beiden Seiten den „Tag des offenen Tors“ ausgerufen, anders sind acht Tore nicht zu erklären. Wobei, fragen sie mal ter Stegen. Der kennt da sicher einen Weg.

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