Horst oder Held – Kurioses aus der Champions League

27 Feb

In dieser Kategorie werden die auffälligsten Akteure der Champions League Begegnungen noch einmal gewürdigt.

Horst Heldt

Ganz oben steht der unfreiwillige Namensgeber dieser Textform, Horst Heldt. Nach der 1:6-Kloppe gegen Madrid nuschelte Heldt ein paar Ausreden in seinen imaginären Bart, sprach von „zwei bis drei Klassen besser“ und fing fast an zu weinen. Irgendwie erinnerte Heldt an einen Erstklässler, der in der Grundschule heftig von einem fiesen Viertklässler vermöbelt wurde und anschließend heim zu Mama rennt. Lange kann sie ihn aber nicht trösten, am Samstag wartet mit den Bayern bereits der nächste Viertklässler. Und die nächste Dresche.

Daniel Carvajal

Der Ex-Leverkusener war der wohl unglamouröseste Teil des Real-Ensembles und zeigte seine raue Seite.  Nachdem Sead Kolasinac sich beim Schiri beschwert hatte, gab ihm Carvajal ein „noch so’n Spruch Kieferbruch“ mit auf den Weg. Zwei Minuten später tackelte Carvajal den Schalker mit dem Knie im Gesicht –unabsichtlich, versteht sich. Diagnose des Arztes: Verdacht auf Kieferbruch.

Joel Matip

Matip machte gegen Real Bekanntschaft mit dem zweiten Newtonschen Gesetz nach Ronaldo: „Wenn CR7 den Ball zu dir führe, gewinnt die Trägheit deines Körpers die Oberhand und zieht dich gen Boden.“ Bei fast jeder Körpertäuschung von Ronaldo landete Matip auf dem Hosenboden und ließ Ronaldo gewähren. Frei nach dem Motto: Nimm du ihn, ich kann das nicht.

Klaas-Jan Huntelaar

Huntelaar knüpfte im Spiel nahtlos an die Grundschulerklärung von Horst Heldt an und zeigte wahre Bolzplatzerfahrung. In der 90. Minute schrie Huntelaar „letztes Tor entscheidet!“ und zimmerte den Ball sehenswert in den Winkel. Danach feierte er ausgelassen, nahm den Ball mit nach Hause und erzählte Mama und Papa vom tollen Spiel gegen Madrid.

R&B

Harte Beats und schnelle (B)Pässe zeigte das neue DJ-Duo Ronaldo und Bale. Was die Schalker vor deren Einladung allerdings nicht wussten: DJ ist eine portugiesische Abkürzung für „ich mach dich nass du Null!“ Dementsprechend überrascht war Königsblau, als Bale und Ronaldo durch die Abwehr wummerten und die Bälle im Tor droppten. Heißer Scheiß, dieses R&B.

Zlatan Ibrahimovic

Ibrahimovic aka „der Schlenderer“ demontierte Leverkusen, ohne sich wirklich anstrengen zu müssen. Vielmehr wanderte er wie ein König zwischen seinen untertänigen Gegenspielern aus Leverkusen umher und versenkte hin und wieder ein paar Bälle in Lenos Kasten. Nach dem Spiel wurde es schon lästiger für Ibrahimovic, seine Bauchmuskeln schmerzten vom vielen Lachen. Schließlich war die Leistung der Leverkusener ein einziger Witz.

Robert Lewandowski

Lewandowski hatte gegen Zenit immer die richtige Antwort parat. Bäumte sich Zenit auf, machte Lewandowski ein Tor. Traf Zenit, machte Lewandowski ein Tor. Waren die Russen kurz unaufmerksam, machte Lewandowski ein Tor. Nur die Interviews gestalteten sich schwieriger, die einzige Antwort des Polen war „Tor“. Ob er damit den Donnergott  im herannahenden Gewitter meinte oder er einfach sehr einsilbig ist, blieb ungeklärt.

Mesut Özil

Özil zeigte gegen Bayern eine schwache Leistung, er schlich phlegmatisch über den Platz und schien sich mit seinem Schicksal abgefunden zu haben. Dabei war er noch lethargischer, als Angela Merkels Regierungsstil. Er hat also nicht einfach nur nichts gemacht, seine Aktionen waren ungefähr so gehaltvoll wie Horst Seehofers Versprechungen. Also viel heiße Luft.

Toni Kroos

Ganz ohne Superbayern kommt auch diese Auflistung nicht aus, auch wenn schon fast jeder Superlativ an diese Mannschaft vergeben ist. Was soll’s… Toni hat kroosartig gespielt, die Bälle wie ein Magier verteilt und ein unglaubliches Tor geschossen. Dabei hatte der Ball dieselbe Flugkurve wie ein Betrunkener, wenn er versucht geradeaus zu laufen -unberechenbar und nicht zu halten.

Andrei Arschawin

Arschawin zeigte gegen Dortmund dieselbe Arbeitsmoral, wie der durchschnittliche Bauarbeiter am Berliner Flughafen: Erstmal 15 Minuten gar nichts tun und dann Pause machen. Sein Trainer Spalletti fand das weniger lustig und gab Arschawin gleich eine längere Verschnaufpause: Er wechselte ihn in der 15. Minute aus.

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