Die Elf des Spieltages – Fight Club Edition

23 Feb

Der 22. Spieltag zeichnete sich durch heiße Duelle, umkämpfte Spiele und heftige Kung-Fu-Fouls aus, daher gibt es die Elf des Spieltages heute in der Fight Club Edition!

Pierre-Emerick Aubameyang

Wenn wir schon nicht gewinnen, machen wir wenigstens die Gegner kaputt. So oder so ähnlich musste Aubameyang aka Chuck Norris gedacht haben, als er Arslan mit einem Roundhouse-kick niederstreckte. Danach schaute er so unschuldig aus der Wäsche wie Evi Sachenbacher-Stehle, murmelte irgendwas von „die Energieriegel sind schuld“ und trollte sich. Schiedsrichter Brych nahm ihm das ab und gab nur Gelb, obwohl Aubameyang vorher rot gesehen hatte.

Hakan Çalhanoğlu

It’s hammer-time! Calhanoglu aka the Hammer schlich in den letzten Wochen eher über den Platz, als der er tatsächlich am Spiel teilnahm. Gegen den Aufbaugegner Dortmund führten die Krisenhamburger plötzlich und Çalhanoğlu ließ seinen ganzen Frust in einem Schuss raus. Aus gefühlten 100 Metern zog the Hammer einfach mal ab, Weidenfeller hatte damit nicht gerechnet und konnte dem Ball nur staunend beim Einschlagen zusehen.

Ermin Bičakčić

Im Wahnsinnsspiel gegen Nürnberg schoss Bicakcic den entscheidenden zweiten Elfmeter und versagte dabei mehr, als die deutsche Bobmannschaft bei Olympia. Im Stile eines Stormtroopers traf er alles, nur nicht das Tor. Er drosch, nein, streichelte den Ball uninspiriert und schwach in die Mitte, wo Schäfer ihn kalt lächelnd entsorgte. Aber was hatte Braunschweig auch erwartet, einmal Verteidiger, immer Verteidiger.

Raphael Schäfer

Raphael Hakan – du kumst hier nit rein – Schäfer sicherte Nürnberg gegen Braunschweig einen wichtigen Sieg. Wie der beste Türsteher verteidigte Schäfer sein Tor gegen Kumbela und Co. und parierte sogar zwei Elfmeter – ein Novum in dieser Bundesliga-Saison. In dieser Form muss Nürnberg den Abstieg nicht mehr fürchten – und Schäfer muss sich keine Sorgen um seine spätere Laufbahn machen, Türen gibt es schließlich genug.

Hiroshi Kiyotake

Kiyotake hat seine geheime Identität gegen Braunschweig gelüftet: The Flash legte nach der Pause los wie die Feuerwehr, nach handgestoppten elf Sekunden lag der Ball im Braunschweiger Tor zum 1:1-Ausgleich. Nach Elf Sekunden. In der gleichen Zeit kann Reiner Calmund gerade so zwei Sandwiches verdrücken, Nürnberg nutzt sie dagegen, um ein Spiel zu drehen. Und wer mit so vielen Superhelden spielt, darf eigentlich auch nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Ricardo Rodríguez

Der Wolfsburger hatte am Samstag die Rolle des Fieslings inne. Er schoss gegen den strahlenden Helden Leno einen Elfmeter in die rechte Ecke, der kühne Recke konnte den Ball aber parieren. Aber nicht jede Geschichte hat ein Happy End, Rodriguez scheint auch eher der Mann für Tragödien zu sein. Er schnappte sich den Abpraller und staubte ihn schmutzig ab. Danach drehte er sich feixend und feiernd zu Leno, in dem Wissen, dass das Böse wieder einmal gesiegt hatte.

Max Meyer

Meyer kam mit seinen Schalkern nicht über ein torloses Remis bei Mainz hinaus. Dabei gerierte sich Meyer als Ego-Shooter, er fing einen Fehlpass von Karius ab und lief mit dem völlig blanken Huntelaar auf Karius zu. Anstatt zu passen, verdaddelte Meyer den Ball selbst, wofür er den Robben-Narzissmus-Gedächtnispreis verliehen bekommt. Als zusätzliche Belohnung endete so auch die Schalker-Siegesserie. Wurde auch langsam unheimlich.

Sehad Salihovic

Wer dringend etwas erledigen muss, wendet sich im Zweifelsfall an ihn: the Transporter Salihovic. Gladbach bettelte gegen Hoffenheim förmlich um den Ausgleich und Stranzl gab völlig unnötig einen Elfmeter an die Sinsheimer. Das war der Auftritt für den Transporter: Ein kurzer Anlauf und mit circa 350 km/h jagte Salihovic das Leder in die Maschen. Seine Elfmeter verwandelt er mindestens so sicher, wie die Zuschauer bei „Wetten, dass..?“ ausbleiben.

Sandro Wagner

Sandro Wagner muss wohl ein Adrenalin-Junkie sein, anders ist sein Auftritt gegen Stuttgart nicht zu erklären. Wagner bekam zwölf Minuten Einsatzzeit und fiel in dieser Zeit mehr auf, als die Stuttgarter in einer ganzen Saison. Erst holte er sich für ein taktisches Foul Gelb, dann erzielte er im Stile eine Klassestürmers den 2:1-Siegtreffer und als krönenden Abschluss zog er vollkommen übermotiviert ein Foul und sah Gelb-Rot. Wagner hatte seine zwölf Minuten des Ruhms, mehr werden es erst einmal nicht.

Tomas Pekhart

Und noch ein dritter Nürnberger, der Club lieferte aber auch die besten Stories an diesem Spieltag. Pekhart war gegen Braunschweig der wohl beste Joker seit Heath Ledgers Auftritt in Batman. Nach zwei Minuten Einsatzzeit hatte der Joker einen Assist und ein Tor erzielt und somit das Spiel entschieden. Auch in einer verzweifelten Situation – Unterzahl und Rückstand – gab sich Pekhart nicht auf. Er dreht dann erst richtig auf, wenn die Hamburger ihren Kopf bereits im Sand vergraben haben und gewinnt Spiele.

Jonathan Schmid

Es folgt ein Witz aus der beliebten Reihe „Jokes, die sich selbst erzählen“. Gegen Augsburg trat Schmid zum Freistoß an und… Tja, was soll ein Mann namens Schmid dann tun? Er streichelte den Ball zärtlich über die Mauer… Bullshit! Schmid zog seinen überdimensionalen Hammer namens Bein, schwang ihn im Schweiße seines Angesichts und ließ ihn auf den Amboss (Ball) nieder. Einen derartig wuchtigen Hieb hatte auch Manninger im Tor der Augsburger nicht erwartet, der Ball bestand die Feuertaufe und flog ins Tor.

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