Die Elf des Spieltages – Reus Wars

26 Jan

Marco Reus

Reus ist zwar ein Weltklassespieler, in dieser Saison ist er aber vor allem ein Weltklasse-Chancentod. Auch gegen Augsburg war Reus mehrmals zur Stelle und versiebte reihenweise Großchancen. Wenn er noch öfter daneben schießt, kann er bald als Storm Trooper in Star Wars anfangen – da wird er wenigstens fürs Nichttreffen bezahlt. Und wenn er wieder mal nicht trifft, kann man guten Gewissens sagen: Reus Wars.

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Reus Wars – Zielsicher daneben.

Mario Götze

Götze ist so langsam in München angekommen. Gegen Gladbach traf er erst sehenswert den Pfosten und vollendete danach einen perfekten Spielzug der Münchner. Über fünf Stationen lief der Ball mit jeweils einer Berührung, bis Götze den Ball ins Netz setzte. Für die Bayern wird er immer wertvoller und wir Zuschauer dürfen uns an seinem Können ergötzen. Zudem verhalf er seiner „echten Liebe“ Dortmund auf Platz drei, sein Siegtreffer sorgte für den Platztausch der zwei Borussias.

Manuel Neuer

Der Welttorhüter hat sich gegen Gladbach wieder einmal auszeichnen dürfen. Normalerweise ist seine größte Sorge, im Spiel nicht festzufrieren, diesmal durfte Neuer mehrmals eingreifen. Gegen Kruse und Raffael parierte Neuer im Stile eines Kahn. Wenn er weiter so hält, muss Kahn seinen Titanentitel womöglich auch noch abgeben.

Jakub Błaszczykowski

Haste Scheiße am Fuß, haste nen kaputtes Knie. Diese Weisheit gilt für Dortmund auch in der Rückrunde. Nach vier Minuten musste Kuba verletzt vom Platz, Diagnose Kreuzbandriss – das Ende der Saison. Wenn das so weiter geht, muss Klopp sich bald selbst einwechseln. Oder wieder auf Kleinfeld spielen, da braucht man nur sieben Spieler, die dürfte der BVB noch zusammenkratzen können. Eine Umbenennung könnte auch nicht schaden, Borussia Lazarett klingt schließlich auch sehr schneidig.

Felix Klaus

Klaus schießt in der Nachspielzeit das Siegtor gegen Leverkusen und tötet damit auch den letzten Rest an Spannung in der Liga. Wenn selbst die schwächelnden Freiburger den schärfsten Verfolger der Bayern bezwingen, kann es nur noch eine relevante Frage geben: Bekommen die Bayern die Schale am 27. oder am 28. Spieltag? Klaus und den Freiburgern wird das egal sein, solange sie die Klasse halten.

Josip Drmic

Der Club hat tatsächlich das erste Spiel gewonnen! Und weil man nicht einfach schmutzig mit 1:0 gewinnt, haben sie Hoffenheim mit 4:0 aus dem Stadion geschossen. Drmic hat dabei zwei Buden gemacht und einen erheblichen Anteil am Erfolg. Besonders schön war dabei sein zweites Tor: Einen hohen Ball nimmt er butterweich mit der Brust an, dreht sich im Flug und verwandelt den Ball direkt mit dem rechten Fuß. Zauberfußball ist man normalerweise nicht von Nürnbergern gewohnt, wird aber denselben Effekt wie immer haben: Drmic wird am Ende der Saison verkauft – Prädikat: Zu gut für den Club.

Gertjan Verbeek

Besser Bart ab, als Job weg. Verbeek hat endlich sein erstes Pflichtspiel gewonnen und kann etwas beruhigter schlafen. Der Auftritt seiner Mannschaft war eigentlich wie in den letzten 3-4 Spielen: Spielerisch und kämpferisch stark, nur diesmal kam endlich auch Glück dazu. Glück im Abschluss, Glück in der Verteidigung, Glück mit allem und sowieso. Spielt der Club öfter wie gegen Hoffenheim, wird er sicher nicht absteigen. Glück auf.

Koen Casteels

Gerade hat Casteels den Platz im Hoffenheimer Tor wieder von Grahl erobert und dann… kassiert er vier Tore gegen die zweitschwächste Offensive der Liga. Bei den Gegentoren sah er zudem nicht wirklich glücklich aus, ein Bewerbungsschreiben für einen Stammplatz war das sicherlich nicht. Sein einziger Trost: Sein Konkurrent Grahl kassiert ebenso viele Gegentreffer, Hoffenheim hat schließlich die schlechteste Verteidigung der Liga. Immerhin ist in Sinsheim immer was los, auch wenn das Casteels nur bedingt gefällt.

Leonardo Bittencourt

Wolfsburg hat aufgerüstet, Wolfsburg kämpft um die Champions League Plätze, Wolfsburg… verliert gegen Hannover. Das Ganze verdanken die Niedersachen Bittencourt, der zwei der wenigen Hannoveraner Chancen eiskalt nutzte und einen Doppelpack schnürte. Ein Tor erzielte er im Stile eines Klassestürmers, aus spitzem Winkel in den Winkel, als hätte er früher in Mathematik aufgepasst. So gewinnt Hannover das erste Spiel der Rückrunde und holt die Wolfsburger dank Bittencourt auf den Boden der Tatsachen zurück.

Slobodan Medojevic

Offensive hui, Defensive pfui. Wolfsburg fackelte zwar ein Offensivfeuerwerk ab, machte hinten allerdings schlimme Fehler. Medojevic hat sich dabei besonders mit zwei Schnitzern hervorgetan und bekommt den „goldenen Volltrottel in Silber“ verliehen. Der Award ist ebenso zu bewerten, wie seine Leistung gegen Hannover: Ziemlich nutzlos.

Sven Bender

Auch Sven Bender schnürte einen Doppelpack am gestrigen Samstag, er erzielte das 1:0 und das 1:1. Sein schönes erstes Tor glich Bender in der zweiten Hälfte aus Fairnessgründen mit einem schicken Eigentor wieder aus. Aber Fairness zahlt sich nicht immer aus, Augsburg holte ein Remis gegen Dortmund und stürzt den BVB weiter in die Krise. Als BVB-Fan darf man jetzt nicht verzagen, denn alle Sportler wissen ja: Fair ist mehr. Iron Bender wird in Zukunft wohl lieber wieder Leute treten, vielleicht gewinnt der BVB dann wieder.

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