Die Elf des Spieltages – Who the fuck ist Van der Vaart

1 Dez

Heute wieder die besten, schlechtesten oder kuriosesten Akteure des Spieltages.

Hakan Calhanoglu

Who the fuck ist Van der Vaart. Calhanoglu ersetzt Van der Vaart erstklassig, schoss gegen Wolfsburg ein freches Freistoßtor und zeigt seit Wochen bärenstarke Leistungen. Er ist die zentrale Anspielstation, der Mann für kreative Spieleröffnungen und die Hoffnung der Hamburger auf eine rosige Zukunft. Und seine Standardsituationen sind so zauberhaft, dass ein Brief aus Hogwarts für ihn ankam. Jede Wette, nach der Saison spielt er nicht mehr in Hamburg. Vielleicht Hogwarts, vielleicht auch einfach nur Dortmund oder Leverkusen.

Heung Min Son

Er hat es wieder getan, diesmal gegen Nürnberg. Der doppelte Son besiegelte auch die nächste Nürnberger Niederlage, dabei war sein erster Treffer, ein Heber, so butterweich, damit hätte man auch Brot schmieren können. In der weiteren Partie war er nicht zu halten, warum zeigt er seine Klasse nicht gegen große Gegner wie Manchester?

Emanuel Pogatetz

Pogatetz steht hier stellvertretend für die komplette Nürnberger Defensive, oder sollte man eher sagen, den Nürnberger Fehlpasstrupp? In der Verteidigung passieren momentan beim Club unfassbar viele leichte Fehler, die Kreisklasse lässt grüßen. Pogatetz Spieleröffnung zum 3:0 für Leverkusen war so katastrophal, Lothar Emmerich will sogar einen Film darüber drehen.

Julian Draxler

Mensch Junge, du kannst es doch! Gegen Stuttgart trickste, zauberte und täuschte er sich aus seiner persönlichen Krise, gab zwei Torvorlagen und nahm das Zepter im Schalker Mittelfeld in die Hand. König Draxler waltete weise und sorgte für einen verdienten 3:0 Erfolg der Knappen. Ich verbeuge mich vor ihrer Exzellenz. Weitere Leistungsnachweise werden erwartet, Könige können schließlich schnell wieder fallen, fragen sie nur mal die Franzosen.

Emir Spahic

Spahic hat gegen Nürnberg ordentlich gespielt, seinen Platz hier hat er sich mit seiner Leistung gegen Manchester verdient. Die war so unterirdisch, dass es bis zum heutigen Artikel nachhallt. Spahic schoss nicht nur ein Eigentor, er vertrottelte reihenweise Bälle, ließ sich sogar vom 40-jährigen Ryan Giggs überlaufen, gewann circa keinen Zweikampf und sah dabei älter aus als Joopi Heesters. Eine Leistung so schlecht, dass er es damit bei Deutschland sucht den Superstar probieren könnte.

Arjen Robben

Robben ist mit 29 Jahren in der Form seines Lebens. Gegner Braunschweig konnte nur zwei Minuten lang hoffen, dann schlug Robben eiskalt zu. Sein Spiel ist schnell, schnörkellos und ungemein effektiv. Auch wenn man die Bayern und speziell Robben nicht mag, muss man akzeptieren: Er ist Weltklasse und eine Attraktion für die Bundesliga.

Raphael Wolf

Aufgrund von Mielitz‘ schweren Patzern letzte Woche erhielt Wolf seine Chance gegen Hoffenheim und… fing sich vier Gegentore. Er hielt 2-3 Bälle geschickt und musste danach jede Menge Bälle aus dem Netz holen. Durch seine unglücklichen Leistung hat er sich die Nominierung für die Awards „schlechtester erster Auftritt“ und „Fliegenfänger der Woche“ verdient.

Coen Kasteels

Den Fliegenfänger-Award hat sich aber sein Gegenüber verdient, Coen Kasteels. Beim zweiten Gegentor ließ sich Kasteels düpieren und auch die weiteren Treffer sahen sehr haltbar aus. Zu seiner Ehrenrettung muss man aber sagen, dass er die ärmste Sau der Liga ist. Seine Defensive ist wie Verdi im Dauerstreik und so musste Kasteels schon 34 Treffer zulassen – und das in 14 Spielen.

Robert Lewandowski

Der Pole hat seine Ladehemmung mit zwei Elfmetern beendet. Dabei verwandelte er beide so cool, dass der herunterfallende Regen sofort gefror. Auch sonst zeigte Lewandowski eine couragierte Leistung und konnte sich für höhere Aufgaben empfehlen (Bayern).

Sejad Salihovic

Ein Mann, eine Aufgabe – Standards. Er erledigt seine Aufgabe mindestens so souverän wie Jason Statham Pakete als Transporter abliefert. Mit dem Unterschied, dass Salihovic seine Gegner auch noch demütigt. Beim Elfmeter gegen Bundesliganovize Wolf lupfte er halbhoch in die Mitte. Selbstverständlich landete der Ball im Tor, ein Transporter erledigt schließlich seine Aufgabe.

Jermaine Jones

Jones gilt als Haudrauf, als beinharter Abräumer und Zerstörer, den man lieber im eigenen Team hat und ansonsten lieber aus dem Weg geht. Aber er kann auch anders, wie am Samstag gegen Stuttgart. Da zimmerte er einen Ball aus 25 Metern derart zauberhaft mit dem Außenriss in den Winkel, dass Lothar Matthäus daheim heimlich eine Freudenträne vergossen haben dürfte.

 

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