Die Elf des Spieltages – Son oder nicht Son, das ist hier die Frage

10 Nov

Heute mal ein anderes Format: Die Elf des Spieltages. Die Spieler werden nach absolut objektiven Kriterien ausgewählt: Besonders gute, schlechte oder kuriose Leistungen, Gutdünken des Autors oder einfach nur durch Zufall.

Heung-Min Son

Son kam als Hoffnungsträger nach Leverkusen und sollte Nationalstürmer Schürrle ersetzen. In seiner ersten Bundesligasaison in Hamburg konnte der Südkoreaner immerhin 12 Treffer erzielen, einen mehr als Schürrle. In diesem Jahr fügte Son sich gut ein und traf gleich am ersten Spieltag für den neuen Arbeitgeber, danach spielte eher schwach bis mäßig. Bis Hamburg kam, Son sah und Leverkusen siegte. Drei sehenswerte Treffer, starke Einzelleistungen, eine Torvorlage und ein rundum gelungener Arbeitstag. Der Unterschied war an diesem Tag einfach nur Son. So’n Son ist schon schön.

Timo Werner

Er ist erst 17 und  trotzdem schon rotzfrech. Im Sonntagsspiel zieht Werner gleich zwei Solos durch die Freiburger Hintermannschaft und beendet beide mit einem Treffer und damit auch die Freiburger Hoffnungen. Dabei sehen die Freiburger eher wie Slalomstangen aus und Werner eher wie Messi. Da wächst in Stuttgart ein großer Fußballer heran, nur so richtig groß ist er mit 1,80 nicht. Ist Messi aber auch nicht und der kann auch ein bisschen kicken.

Ivica Olic

Der alte Mann und das Tor. Häufig abgeschrieben, häufig unterschätzt: Der Duracell-Hase im Wolfsburger Sturm rennt auch im stolzen Alter von 34 Jahren wie ein junger Gott und spielt ab und zu ebenso. Gegen Dortmund schüttelt er einen zuckersüßen Schlenzer aus dem Fuß und macht die Dortmunder Krisenwoche perfekt. Er hat’s eben immer noch drauf.

Niklas Stark

Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß. Beim kriselnden Club klappt momentan aber auch wirklich nichts. Beim Stande von 1:1 kommt eine Freistoß von Arango zu Stark und der verwandelt ihn perfekt in Mario-Gomez-Manier. Fuß rein – Ball drin – Spiel entschieden. Nur leider war es das eigene Tor und der Club ist jetzt Letzter. Shit happens. Aber das Tor war trotzdem schön.

Der doppelte Boateng

Die verkehrte Boateng-Welt am 12. Spieltag. Der Edeltechniker Kevin-Prince wuchtet zwei Kopfbälle ins Bremer Tor, der durchaus rustikalere Jerome zirkelt einen Drehschuss ins Lattendreieck. So einfach und so schön kann Fußball sein und jetzt wissen wir auch: die Boatengs haben es echt drauf –  und die Frisur hält.

Sejad Salihovic

Ein Mann, eine Aufgabe: Standards. Nicht alle Vereine haben einen ausgewiesenen Standardexperten im Team, Hoffenheim dagegen schon. Zuerst schiebt er einen Elfmeter kalt lächelnd ins Eck, dann zimmert er einen Freistoß über die Mauer ins Tor. Endlich einer, der für die Hornbach-Werbung wirklich Pate stehen könnte. Salihovic – wenn’s gut werden muss.

Adrian Ramos

Trotz toller Standards bleiben die Punkte bei der Hertha. Ramos trifft genauso kompromisslos wie Klitschko seine Gegner. Einmal schauen, einmal zucken, einmal treffen. Danach kühl lächeln und den Gegner loben, auch wenn der weinend am Boden liegt.

Heiko Westermann

Der Alltag eines Hamburger Verteidigers ist nicht immer lustig. Noch unlustiger ist er allerdings, wenn Heung-Min Son vorbeikommt. Westermann lässt sich viermal von Son nassmachen, dreimal klingelt es im Hamburger Kasten. Dabei verteidigt Westermann so unglücklich, dass er mit dem Kopf am Pfosten hängen bleibt. Bester_mann war gestern nicht Westermann. Nach einer Umfrage unter Heiko Westermann braucht die Bundesliga eindeutig langsamere Stürmer.

Josip Drmic

Drmic macht Bude für Bude, der FCN gewinnt aber trotzdem nicht. Ein formstarker Spieler reicht in der Bundesliga eben nicht aus. Jeden Ball den Drmic reinmacht, verschießen seine Kollegen fünfmal. Aber gut, dass es Drmic gibt, sonst müsste man noch mehr Club-bashing betreiben.

Neven Subotic

Subotic spielte bisher eine gute Saison – verletzte sich gegen Wolfsburg aber schwer. Kreuzbandriss – die Achillesferse eines jeden Fußballers. Jetzt bleibt uns nur noch, Subotic wie Brad Pitt in Troja beim auf die Knie sinken zuzuschauen und dabei herzergreifend zu heulen. Schließlich ist Fußball nicht fair, sondern ab und zu auch gemein und fies. Und Dortmund hat jetzt einen Verteidiger weniger – die Personaldecke wird langsam dünn.

Advertisements

Eine Antwort to “Die Elf des Spieltages – Son oder nicht Son, das ist hier die Frage”

  1. Aaalex Dezember 22, 2014 um 7:59 am #

    zu Salihovic:
    Es heisst: BAUHAUS, wenns gut werden muss
    und nicht Hornbach, wenns gut werden muss.

    mfG Aaalex

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: