Seuchentage – Rückblick auf den 10. Spieltag

28 Okt

Es gibt Tage, an denen klappt einfach alles. Und es gibt Tage, an denen wäre man besser einfach nicht aufgestanden. Zwei Akteure erlebten am Wochenende einen Seuchentag und entschieden das Spiel zugunsten ihrer Gegner: Baumann von Freiburg und Diouf von Hannover.

Hamburg spielte nicht wesentlich besser als Freiburg, gewann trotzdem mit 3:0. Allerdings haben sie das alleine dem Freiburger Torwart Oliver Baumann zu verdanken. Drei katastrophale Torwartfehler ermöglichten die Treffer. Einmal unterlief er den Ball, einmal ließ er ihn aus Versehen fallen und der Stürmer staubte ab und einmal ließ er einen harmlosen Schuss nach vorne abprallen. Youtube lässt grüßen, Slapstick pur. So spitzt sich die Lage der Breisgauer weiter zu und sogar ihr bisher Bester macht auch einmal Fehler. Aber wenn, dann richtig.

Hoffenheim schlug Hannover mit 4:1, dabei zeigten sie sich in der Offensive überaus effektiv, spielte aber auch fast 80 Minuten gegen zehn Mann, bzw. neun Mann. Diouf meckerte bei der Elfmeterentscheidung und bekam danach für eine Schwalbe Gelb-Rot – die Entscheidung war sehr hart, aber man muss sich einfach besser im Griff haben. Marcelo beleidigte in der 64. Minute den Schiedsrichter und bekam Rot – unprofessioneller geht es nicht mehr. Gegen zehn/neun Mann hatte Hoffenheim leichtes Spiel und holte die drei Punkte.

Mit Köpfchen

Der Tabellenführer gegen den Viertplatzierten – was sich nach Spitzenspiel anhört, war zum Erstaunen vieler tatsächlich ein Spitzenspiel. Hertha spielte mutig nach vorne und ging in der 4. Minute durch Ramos in Führung. Die Bayern spielten nicht so entfesselt wie in den letzten Wochen und mussten den vielen Spielen Tribut zollen. Zudem mussten in der 30. Minute Robben und Kroos verletzt vom Platz. Was dann passierte, passt zu dieser Saison. Die zwei Neuen, Mandzukic und Götze, erzielten alle drei Treffer der Münchner und das per Kopf. Die sonst üblichen Spielzüge funktionierten nicht, daher probierten die Münchner es mit vielen Flanken aus dem Halbfeld – was zu drei Toren und drei Punkten führte. Hertha wehrte sich nach Leibeskräften und zeigte ein gutes Spiel, musste sich der individuellen Klasse der Bayern aber geschlagen geben.

Der Chef im Revier

Das Derby ging mit 3:1 klar an Dortmund. Zudem war die Borussia in allen Belangen überlegen: Das schnelle, blitzartige Umschaltspiel der Dortmunder stellte Schalke vor unlösbare Probleme, Sahin und Reus ragten in einer starken Borussenmannschaft heraus. Der einzige Lichtblick der Schalker war Max Meyer, der trotz seines jungen Alters, erfrischenden Offensivfußball spielt. Die Revanche für die zwei Niederlagen der letzten Saison ist den Dortmundern also geglückt.

Die Remiskönige

Nürnberg gerät, wie so häufig in letzter Zeit, in Rückstand und spielt doch noch Unentschieden. Dabei zeigte Stuttgart die engagiertere Leistung und hätte das Spiel durch Harnik auch gewinnen können. So bleibt mal wieder ein glücklicher Punkt für den Club, für den erneut Drmic den Ausgleich erzielen konnte. Auf Dauer reichen Remis aber nicht aus, auch wenn es nach zehn Spielen bereits sieben Stück sind. Siege müssen her und Verbeek muss an vielen Schrauben drehen, um den Club erfolgreich zu machen. Denn in fast allen Spielen ist der Club unterlegen und muss sich bei Schäfer bedanken, dass sie erst drei Niederlagen eingefahren haben.

Okazaki hoch zwei

Bisher spielte Okazaki zwar immer engagiert, aber mindestens genauso glücklos. Das änderte sich gegen Braunschweig, er war an fast jeder Offensivaktion beteiligt und erzielte zwei schöne Treffer. Die Braunschweiger waren aber auch bemitleidenswert harmlos in der Offensive und konnten die Mainzer kaum in Bedrängnis bringen. Mainz zeigte keine gute Leistung, aber der Gegner war einfach zu schwach, um eine mittelmäßige Mainzer Mannschaft zu gefährden. So wird es nichts im Abstiegskampf, Braunschweig muss mehr investieren.

Leverkusen rollt

Augsburg beginnt stark und geht verdient gegen Leverkusen in Führung. Vor zwei Jahren hätte das gegen die Werkself womöglich zum Sieg gereicht, doch nicht in dieser Saison. Leverkusen lieferte ein Offensivspektakel und muss sich nur vorhalten lassen, zu wenig Tore aus den vielen Chancen zu machen. Dennoch drehten sie das Spiel und gewannen mit 2:1, trotz des nicht anerkannten Tores von Kießling. Leverkusen ist auf dem Weg, die Lücke zu Dortmund und den Bayern zu schließen. In der Tabelle haben sie das schon, spielerisch wird die Leistung auch immer besser. Der Zweikampf um die Spitze könnte tatsächlich ein Dreikampf werden.

Die Punkte bleiben hier

Auswärts pfui, daheim huih. Gladbach gewinnt auch das fünfte Heimspiel, holte allerdings auswärts bisher nur einen Punkt. Gegen Frankfurt war die Borussia in der Defensive stark ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen, die Offensive macht das allerdings mehr als wett. Herrmann, Raffael und Kruse waren von Frankfurt nicht zu stoppen. Frankfurt dagegen hat ein Bundesliga-Gesicht, bei dem sie eher mäßig spielen, und ein Europa-League-Gesicht, bei dem sie furios aufspielen. Heimstark gegen bundesligaschwach resultierte in einem 4:1, die Doppelbelastung ist für Frankfurt vielleicht einfach zu viel.

Wolfsburg zaubert

Wolfsburg zerlegt schwache Bremer. Perisic, Olic und Arnold erzielen tolle Treffer und bringen Wolfsburg in die Nähe der Europa League Plätze. Bremen hat gute Tage und ebenso schlechte Tage, am Samstag war wieder ein schlechter Tag. Heckings Elf stabilisiert sich langsam und nimmt den Europa League-Kampf auf. Bremen dagegen muss aufpassen, nicht wieder in den Abstiegskampf zu geraten.

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