Um Klassen besser – 3. Spieltag Champions League

23 Okt

35:1 Torschüsse, 5:0 Tore, 92%:68% Passquote, „Champions“ League. Das ist kein Witz, hier hat nicht Bayern München gegen einen Drittligisten gespielt, sondern der Deutsche Meister gegen den Tschechischen Meister. Hier sollten die Besten der Besten spielen, die Elite des europäischen Fußballs, Spannung und Duelle auf Augenhöhe garantiert! Stattdessen nehmen die Bayern bemitleidenswerte Tschechen komplett auseinander. Chancen im Minutentakt und keinerlei Gegenwehr – jeder Bundesligaclub schlägt sich tapferer. Pilsen hatte keine Mittel und keinen Plan, wie gegen die Dominanzbayern verteidigt werden soll. Daher haben sie es einfach gelassen und können sich bei ihrem Torwart Kozacik bedanken, dass es „nur“ fünf Gegentore geworden sind. Selbiger spielte beim Stand von 0:4 auf Zeit und holte sich dafür die Gelbe Karte – bezeichnend. Die Bayern scheinen in dieser Saison Überbayern zu sein, die national und international kaum zu stoppen sind. Es war nicht einfach nur ein Klassenunterschied, die Münchner waren mehrere Klassen besser.

Clever gepunktet

Dortmund hat gegen formstarke Londoner einen wichtigen Sieg eingefahren. Dabei zeigte der BVB keinen rauschhaften Offensivfußball, vielmehr musste ein Lucky Punch von Lewandowski das Spiel entscheiden. Der Sieg zeigt aber auch die gewachsene Erfahrung der Schwarzgelben: Sonst brauchen Reus und Co. unzählige Großchancen, um zum Torerfolg zu kommen, aber wenn es darauf ankommt, sind sie eiskalt und verwerten 2 von 8 Möglichkeiten. Besonders loben muss man Sahin und Bender, die Özil fast komplett aus dem Spiel nehmen konnten und so die Schwächen der Gunners auf anderen Positionen aufdeckten. Am Ende war der Sieg glücklich, aber drei Punkte bleiben drei Punkte. Die Art und Weise des Zustandekommens ist kein Zeichen der Stärke, aber die Dortmunder wachsen bekanntlich mit ihren Aufgaben. Und auf dem Weg zum Titel warten noch einige Aufgaben, z. B. die Bayern.

Heimlich stark

Leverkusen schlägt Donezk mit einem überzeugenden Auftritt 4:0 und ist auf dem besten Weg, auch in diesem Jahr die Gruppenphase zu überstehen. Dabei schafft es die Werkself regelmäßig unter dem Radar der Medienberichterstattung zu bleiben. Spiele der anderen deutschen Klubs werden gefeiert, gute Spiele werden zu rauschhaften Vorstellungen gehyped, schlechte Spiele zu Krisen deklariert. Und die Werkself? Sie spielt einfach. Und gewinnt, verliert und gewinnt wieder. Das erschreckendste dabei ist, dass sogar die eigenen Anhänger die Leistungen ihrer Elf nicht honorieren – das Stadion war gegen Donezk nicht ausverkauft – in einem der größten Spiele des Jahres für die Leverkusener. Das hat aber auch gute Seiten – mit Leverkusen rechnet keiner. Dabei sind sie doch heimlich stark,

Eine Lehrstunde

Schalke machte das Spiel, Chelsea lauerte auf Konter. Schalke 0 – Chelsea 3. Mourinhos Kontertaktik hatte Keller nichts entgegen zu setzen. Zu clever, zu ausgebufft und zu effizient waren die Stars um Torres und Hazard. Die Defensive der Königsblauen ist nicht für höhere Aufgaben prädestiniert, schon in der Bundesliga wackelt sie des öfteren bedenklich. Die zahlreichen Offensivkünstler aus London hatten am Dienstagabend leichtes Spiel, bei Kontersituationen gerieten die Schalker öfter in Unterzahl – ein absolutes ANoGo (Hihi). Vorne fehlte die Durchschlagskraft, zudem erwischte Draxler einen gebrauchten Tag. Und Mourinho ist eben auch ein Trainerfuchs, der seinen Kollegen meistens einen Schritt voraus ist. Bis zum nächsten Duell in drei Wochen muss Keller seine Hausaufgaben besser machen – noch eine Lehrstunde können sich die Schalker nicht unbedingt erlauben.

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