Dortmund im Reusch – Rückblick auf den 5. Spieltag

16 Sep

Spätestens nach dem fünften Spieltag muss man festhalten: Die Dortmunder Offensive sucht ihresgleichen. Was Aubameyang, Reus, Lewandowski und Mchitarjan gegen den HSV veranstaltet haben, war einfach Weltklasse. 90 Minuten Power-Fußball, ein Fußballfest mit vielen Höhepunkten. Am Ende standen 32:4 Torschüsse für Dortmund zu Buche und einige wunderschöne und rotzfreche Tore. Vor allem Reus war wieder überhaupt nicht zu halten. Bitte am Mittwoch gegen Neapel mehr davon! Nach einer derartigen Leistung muss man fragen, ob die Bayern in dieser Saison ein Gegner für den BVB sind und nicht andersrum.

Glanzlos, aber siegreich

Die Bayern drehen nur in der zweiten Hälfte gegen Hannover kurz auf und erzielen zwei schöne Tore. Ansonsten war das wieder maue Kost. Ligaalltag für die erfolgsverwöhnten Münchner. Ein, zwei Tore machen, hinten sicher stehen und fertig sind die drei Punkte. Das reicht zwar aus, aber da ist wirklich mehr drin. Dienstag gegen Moskau dürften die bajuwarischen Künstler mehr gefordert sein.

Schalke hat gegen Mainz nicht gut gespielt, aber dennoch gewonnen. Defensiv stand königsblau sicherer als in den Spielen zuvor und dann kam auch noch Glück dazu: Okazaki spielte einen Katastrophenpass auf Boateng, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und einnetzte. Schalke bessert sich langsam, aber auch wirklich nur langsam. Spielerisch ist noch sehr viel Luft nach oben, aber gegen Mainz hat es gereicht.

Der beste Mann steht im Tor

Stuttgart kann sich bei Sven Ullreich bedanken. Mit zahlreichen Paraden hat er den Sieg gegen stark aufspielende Berliner festgehalten. Die Hertha war überlegen, Stuttgart war nur durch Standards gefährlich. Aber es gibt Tage, an denen ist der Fußball einfach nicht fair. Der Freitag war wieder so einer. Hertha scheitert an Ullreich, Gentner trifft per Kopf, 1:0, 3 Punkte. Schöne, heile Welt.

Nürnberg holt mit viel Glück und Schäfers Hilfe einen Punkt gegen Braunschweig. Braunschweig war spielerisch überlegen und hätte das Spiel gewinnen müssen. Diesen Satz muss man erst mal sacken lassen. Der Club spielte wieder einmal desolat, es steht eine Saison mit Abstiegskampf bevor. Die Defensive ist in der momentanen Verfassung nicht erstligatauglich. Die vergleichsweise schwache Offensive der Braunschweiger führte die Nürnberger teilweise vor. Nur die meistens erbärmlichen Abschlüsse und ein gut aufgelegter FCN-Keeper sorgten für eine schmeichelhafte Punkteteilung.

Kampf zahlt sich aus

Die Augsburger haben wieder zugeschlagen. Zum dritten Mal in Serie. Zwar traf Mölders wieder nicht, aber Altintop und Werner besorgten gegen Freiburg die 3 Punkte. Die Moral und der Einsatz der Augsburger sind immer wieder erstaunlich. Sie kämpfen, sie ackern, sie probieren es aus allen Lagen. Und in dieser Saison zahlt es sich aus. Die erstaunlich harmlosen Freiburger waren einfach schwächer. Ja, die Freiburger, die in der Europa League spielen. Auch hier könnte bald ein Ende mit Schrecken stehen, Freiburg kann die Abgänge der letzten Saison nicht verkraften und Streich ist mit den Neuen noch nicht viel gelungen. Donnerstag folgt die nächste Bewährungsprobe für Freiburg. Man darf gespannt sein.

Hoffenheim ringt Gladbach nieder. Ein bärenstarker Kevin Volland erzielte mit einer schönen Einzelleistung den Siegtreffer. Gladbach war vorne gegen auf Konter lauernde Hoffenheimer zu harmlos und Gisdols Kontertaktik ging auf. Trotz der Verletzung von Firminho gewann Hoffenheim wieder. Für beide Mannschaften ist noch nicht ganz klar, wohin es in dieser Saison geht. Beide haben ein großes Offensivpotenzial und sind defensiv anfällig. Ihre Spiele bleiben wohl auch weiterhin torreich und spannend.

Kies sticht und sticht

Eine Halbzeit lang war Wolfsburg ebenbürtig. Dann schlug der Teilzeitarbeiter Gustavo wieder zu, holte sich zum zweiten Mal in dieser noch jungen Saison Gelb-Rot und Leverkusen dominierte. Einmal Sam und zweimal Kiesling – zu viel für die Wölfe, deren Leistung auch in diesem Jahr starken Schwankungen unterworfen ist. Manchmal Europa League würdig, manchmal einfach nur schäbig. Noch hat Hecking keine Konstanz nach Wolfsburg gebracht, man kann ihm bei dieser Aufgabe nur Glück wünschen. Leverkusen marschiert dagegen weiter und bleibt die Nummer eins hinter dem gelb-roten Führungsduo.

Frankfurt findet seinen Stürmer

Endlich hat Veh einen treffsicheren Stürmer gefunden. Kadlec braucht wenig Chancen, bewegt sich gut und ist eine echte Verstärkung für die Hessen. Aber gegen Bremen hätte es auch keinen Kadlec gebraucht. Ein Tor machten die Bremer gleich selbst und ab der 27 Minute spielten sie nach einem Kung-Fu-Foul von Di Santo nur noch zu zehnt. Hunt erschlich sich mit einer Schwalbe einen Elfmeter, den er fairerweise auch selbst verschoss. Bremen ist auch unter Dutt nicht besser geworden. Es riecht nach Abstiegskampf in Bremen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Hertha – Stuttgart 0:1

Bayern – Hannover 2:0

Augsburg – Freiburg 2:1

Mainz- Schalke 0:1

Bremen – Frankfurt 0:3

Leverkusen – Wolfsburg 3:1

Dortmund – Hamburg 6:2

Hoffenheim – Gladbach 2:1

Braunschweig – Nürnberg 1:1

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