Die Entzauberung von Hamburg – Rückblick auf den 2. Spieltag

19 Aug

Eine Halbzeit lang war Hamburg die schlechtere Mannschaft. Und dann machte Hoffenheim ernst. Aus einem glücklichen 1:1 wurde eine verheerende 1:5 Niederlage. Firminho und Modeste spielten sich in der zweiten Hälfte in einen Rausch, Adler verhinderte eine noch höhere Niederlage.

Hoffenheim scheint nicht mehr der schwache Abstiegskandidat zu sein. Sie haben die Qualität für mehr. Für deutlich mehr.

In Hamburg sieht man sich traditionell auf einer Stufe mit Dortmund, Schalke und Co. Die Realität ist aber nicht so schön wie die Vorstellung. Jegliche Träumereien wurden gegen Hoffenheim zerstört. Der HSV muss sich deutlich steigern, um überhaupt einen einstelligen Tabellenplatz anvisieren zu können. Auf Fink wartet noch viel Arbeit.

Nicht schön, aber erfolgreich

Leverkusen, Bayern und Dortmund siegen im Gleichschritt weiter. Alle drei haben nicht gut gespielt. Natürlich besser als der Gegner, aber nicht so gut wie die eigenen Ansprüche es fordern. Macht aber nichts. Schmutzige Siege sind trotzdem Siege. Bayern mit einem Tor und der 0 hinten, Leverkusen durch ein Eigentor und der BVB durch den Joker Hofmann.

Alles wie immer

Augsburg spielt gut, hat viele Chancen, gewinnt viele Zweikämpfe, ist die bessere Mannschaft und verliert. Das Muster der letzten zwei Jahre setzt sich wieder fort. Der glückliche Sieger ist Bremen. Der Sieg ist nicht verdient. Nicht schön. Und überhaupt war es keine gute Leistung der Bremer. Mielitz konnte sich selbst nicht so recht erklären, wie man bei so vielen Fehlern kein Tor schießen kann. Bremen in dieser Verfassung muss fast jede Mannschaft schlagen. Leider muss man sagen: Sie haben schon 6 Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Wenn nicht bald etwas passiert unter Dutt, werden sich die Niederlagen sehr schnell einstellen und Bremen droht das nächste Seuchenjahr.

Rasenschach im Breisgau

Die erste Hälfte war geprägt von der taktischen Finesse beider Teams. Oder anders: Sie war stinklangweilig. Fast keine Chancen, beide Mannschaften neutralisierten sich. In Halbzeit zwei wurde es besser, wobei Mainz mehr dazu beitrug. Ein verdienter Auswärtserfolg. Müller deutet an, dass seine Berufung in die Nationalelf kein Zufall war.

Die neuen Offensivkünstler

Der schönste Angriffsfußball des Spieltages wurde neben Hoffenheim von Gladbach und Wolfsburg zelebriert. Bei Gladbach zeigte Kruse eine starke Leistung, bei Wolfsburg der Neueinkauf Gustavo, der von Anfang an zeigte, dass er ein Führungsspieler ist. Beide waren in der letzten Saison nicht unbedingt für erfrischende Offensive bekannt. Umso schöner spielten sie an diesem Spieltag. Weitermachen!

Hannover und Schalkes Defensivreihen erwischten gebrauchte Tage. Ein Spieltag zum vergessen.

Der Club kämpft

Wieder in Rückstand. Wieder gekämpft. Und wieder gepunktet. Der Club zeigt zu Beginn der Saison eine beeindruckende Moral. Neuzugang Ginczek belebt das Angriffsspiel, dafür zeigt sich die Defensive bisher sehr wacklig. Nürnberg kämpft – und wird so in dieser Saison mit dem Abstieg auch nichts zu tun haben.

Dabei haben sie den Höhenflug der Herthaner vorerst ausgebremst. Es war wohl doch eher die Schwäche der Frankfurter als die eigene Stärke. Gegenbeweise dürfen nächste Woche gerne erbracht werden.

Ergebnisse im Überblick

Dortmund – Braunschweig 2:1

Nürnberg – Hertha BSC 2:2

Mönchengladbach – Hannover 3:0

Stuttgart – Leverkusen 0:1

Wolfsburg – Schalke 4:0

Hamburg – Hoffenheim 1:5

Bremen – Augsburg 1:0

Freiburg – Mainz 1:2

Frankfurt – Bayern 0:1

 

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