Saisonanalyse Teil 9: Stürmer verzweifelt gesucht

4 Aug

Teil 9 der Saisonanalyse: 1. FC Nürnberg.

Der Club, die einstige Fahrstuhlmannschaft, scheint sich langsam in der Bundesliga zu etablieren. Die Nürnberger sind nun seit 4 Jahren nicht mehr abgestiegen. Von Marktwert her sind die Cluberer immer eine der schwächsten Mannschaften. Mit kluger Transferpolitik und einer eisernen Defensivdisziplin schlagen sie sich trotzdem Jahr für Jahr relativ gut. In diesem Jahr reichte es für Platz 10  und sage und schreibe 13 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der Rückstand zu Europa League betrug dagegen nur 7 Punkte. Der FCN setzt sich im Liga-Mittelfeld fest. Das haben die Nürnberger vor allem ihrer guten Defensive, der siebtbesten der Liga, zu verdanken.  Daheim spielen die Nürnberger solide mit nur vier Niederlagen. Auswärts schenken sie noch zu oft Punkte ab. Wirklich problematisch ist aber die Offensive. Der beste Stürmer in der abgelaufenen Saison war Per Nilsson mit 6 Toren. Nilsson ist Innenverteidiger. Insgesamt standen nur 39 Tore zu Buch – zu wenig für höhere Ziele. Die Stürmer treffen einfach nicht, nur 11 Tore konnten die Angreifer erzielen. 14 verschiedene Torschützen konnten sich in die Torliste eintragen. Die Chancenverwertung ist mit 10% auch nicht gerade besonders gut. Diese Saison ist ohne einen treffsicheren Stürmer nochmal gutgegangen. Das könnte sich nächste Saison aber auch wieder ändern. So bleibt Nürnberg nur die Hoffnung, dass der nächste Stürmer, Ginczek, die Erwartungen erfüllen kann.

Faktencheck:

Mit 39 Toren der fünftschlechteste Angriff – zu wenig!

Nur 47 Gegentore und somit Platz 7 – Defensiv sind die Cluberer stabil

Bester Torschütze mit 6 Treffern ist Nilsson, der Innenverteidiger. Bezeichnend.

Ordentliche Heimbilanz mit 27 Punkten und Platz 9.

Ausbaufähige Auswärtsbilanz mit 17 Punkten und Platz 12.

Starke Rückrunde mit 24 Punkten und Platz 8.

Nur 373 Torschüsse und somit Platz 13. Das Heil der Nürnberger liegt in der Defensive.

Schwache Chancenauswertung mit 10%, Platz 14.

Vom Marktwert Platz 14 – der FCN ist eben ein Ausbildungsverein.

Aufsteiger der Saison:

Wiesinger. Der überraschende Trainerwechsel von Hecking während der Saison hat Wiesinger eine große Chance gegeben, die er auch genutzt hat. Jetzt sitzt er fest im Sattel und kann das Nürnberger Spiel weiterentwickeln. Ein unaufgeregter Fußballarbeiter – guter Mann!

Absteiger der Saison: 

Marcos Antonio. Legendärer Auftritt gegen Stuttgart. Erster Einsatz, zwei kapitale Fehler und sofort ausgewechselt. Das war ein kurzes Bundesliga-intermezzo.

Aufreger der Saison:

Schäfers wunderbares Eigentor gegen Augsburg. Ball gefangen und selbst ins Tor gelegt. Man wird eben doch älter.

Zukunftsprognose:

Nürnberg scheint das Schicksal des Ausbildungsverein noch länger anzuhaften. Wer gut spielt, wird verkauft. Das Offensivproblem könnte mit den Verstärkungen um Ginczek gelöst werden. Der Weggang von Klose in der Defensive tut aber weh. Es scheint wieder eine harte Saison für alle Club-Fans zu werden. Platz 13-15.

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