Saisonanalyse Teil 2: Stark angefangen, stark nachgelassen

19 Jun

Der zweite Teil der Saisonanalyse beschäftigt sich mit Fortuna Düsseldorf.

Was haben mich die Düsseldorfer überrascht. Nachdem sie nur mit Ach und Krach die Relegation überstanden haben, waren sie von Anfang an der Abstiegskandidat schlechthin. Doch es schien anders zu kommen: Erst am 7. Spieltag verlor Düsseldorf das erste Spiel. Vorher gab es zwei Siege, vier Unentschieden und somit Platz 6 mit 10 Punkten. Die Effizienz im Abschluss und die gut organisierte Abwehr bereitete vielen Gegnern große Probleme.  Eine sehr defensive Taktik, mit schnellem Konterspiel brachte der Fortuna in der ersten Saisonhälfte 21 Punkte. Nach der Winterpause brach Düsseldorf unerklärlich ein. Viele individuelle Abwehrfehler sorgten für unnötige Niederlagen. In der Hinrunde hat die Fortuna nur 22 Gegentore kassiert, in der Rückrunde 35. Die meisten Gegner haben sich auf Düsseldorfer Spielweise eingestellt, was aber das teilweise naive Abwehrverhalten nicht entschuldigt. In Düsseldorf konnte man lange auf die Schwäche der Gegner im Abstiegskampf vertrauen. Vor allem Fürth und Hoffenheim spielten einfach noch schlechter. Je länger die Saison wurde, desto schwächer wurden die Düsseldorfer. Und am letzten Spieltag bestrafte der Fußballgott die Fortuna für das starke Nachlassen.

Was war besonders an der Saison der Düsseldorfer? Fakten:

Die Defensive war nicht gut, aber in Ordnung für einen Abstiegskandidaten mit 57 Gegentoren. Vier andere waren schlechter.

Die Offensive war auch nicht gut, aber in Ordnung für einen Abstiegskandidaten mit 39 Toren. Vier andere waren auch hier schlechter.

Stark angefangen: 21 Punkte aus der Hinrunde

Stark nachgelassen: Nur 9 Punkte in der Rückrunde

Die wenigsten Torchancen aller Bundesligisten mit 318 Torschüssen, also knapp 9 pro Spiel. Das ist zu wenig.

Effiziente Stürmer: Jeder 8. Ball war im Tor. Eine Chancenauswertung von 12%. Das haben sonst nur Spitzenteams.

Katastrophaler Saisonendspurt: Aus den letzten 12 Spielen holte Düsseldorf nur 3 Punkte.

 

Aufsteiger der Saison:

Die Stürmer Dani Schahin und Stefan Reisinger sind beide vor der Saison gekommen und haben sofort eingeschlagen. Addiert haben sie 15 Tore, eine ordentliche Leistung. Der größte Gewinner ist aber Robbie Kruse. Mit seiner trickreichen Spielweise hat er die Fans begeistert und ist mit 12 Scorerpunkten Topscorer seines Teams geworden. Er war der wichtigste Baustein zum Fast-Nichtabstieg. Er wechselt zu Leverkusen und bleibt der Bundesliga damit erhalten.

Absteiger der Saison: 

Andreiy Voronin. Er galt als Star der Mannschaft, nachdem er auch schon international gute Spiele gezeigt hat. Doch seine lustlosen Auftritte haben ihm schnell die Bank und bald darauf auch die Tribüne beschert. Ein ärmlicher Abgang für einen großen Spieler. Schade.

Aufreger der Saison:

Die Starallüren des Andreiy Voronin. Bei einer Kollektivmannschaft wie Düsseldorf hat er nicht funktioniert. Er hat es aber auch nicht wirklich probiert.

Zukunftsprognose:

Bis auf den Abgang von Kruse sind alle Transfers zu verschmerzen. Einige junge Spieler sind dazugekommen, die sich in der nächsten Saison beweisen müssen. In der nächsten Saison wird es Platz 5-8 für Düsseldorf. Im Jahr darauf greifen sie wieder an.

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