Saisonanalyse Teil 1: Die glücklosen Kleeblätter

16 Jun

Die Sommerpause ist da und mit ihr das fußballtechnische Sommerloch. Ich fülle es mit einer Saisonanalyse für jede Mannschaft. Das macht 18 Artikel. Dabei geht es von hinten nach vorne. Los geht es mit Greuther Fürth.

Die Unaufsteigbaren waren doch tatsächlich in der Bundesliga gelandet. Und das als Zweitliga-Meister. Mit einem phänomenalen Angriff und der besten Verteidigung der Liga. Wenn ein Aufsteiger die Klasse hält, dann jawohl Fürth. Und dann begann das Fürther Seuchenjahr. Das erste Spiel der Saison verlor man erwartungsgemäß mit 0:3 gegen die Bayern, doch direkt darauf konnte man Mainz mi 1:0 besiegen und den ersten Sieg als Bundesligist feiern. Das einzige Problem daran war: Es sollte der einzige Sieg in der Hinrunde bleiben. Magere 9 Punkte aus 17 Spielen. Man wandelte auf den Spuren von Tasmania Berlin. Wer dachte, nach dem Winter kommen die Fürther nochmal, irrte sich gewaltig. Die rote Laterne blieb bis zum letzten Spieltag bei den Fürthern. Insgesamt nur 4 Siege in der ganzen Saison. Was waren die Gründe dafür?

Die schlechteste Tordifferenz aller Mannschaften mit -34.

Den schlechtesten Angriff mit unfassbaren 26 Toren, das macht 0,76 Tore pro Spiel. Ein drittklassiger Wert.

Die viertschlechteste Abwehr mit 60 Gegentoren. Das allein, würde Fürth nicht zum Absteiger machen.

Die schlechteste Passquote der Liga mit 76%. Fast jeder vierte Ball landet beim Gegner! Das ist zweitklassig.

Die schlechteste Torquote der Liga mit unter 7%. Die Fürther haben 386 Torschüsse abgegeben; das ist unteres Mittelfeld. Nur circa jeder fünfzehnte Torschuss der Fürther landete im Kasten. Als hätte man nur Verteidiger aufgestellt.

Der Top-Torschütze war Nicola Djurdjic. Mit 5 Treffern. Bezeichnend.

Die schlechteste Heimmannschaft aller Zeiten. Nur 4 Punkte, dabei kein Sieg, in 17 Spielen. Tasmania wird es freuen, Fürth hat einen Rekord für die Ewigkeit. Man kann es auch Fürtheritis nennen: Angst vor den eigenen Fans.

 

Aufsteiger der Saison:

Eigentlich keiner. Keine großen Entwicklungssprünge. Gratulieren darf man trotzdem Edgar Prib, Johannes Geis, Felix Klaus und Max Grün. Sie spielten ordentlich und haben den Verein gewechselt und spielen auch im nächsten Jahr erstklassig.

 

Absteiger der Saison: 

Edu, Gerald Asamoah und Christopher Nöte. Sie sollten über ihren Berufswunsch Stürmer nocheinmal nachdenken.

 

Aufreger der Saison:

Die vielen vergebenen 100% Torchancen. Bisweilen war das mehr Slapstick als Fußball. Bitte mehr davon. Aber nicht in der 1. Liga.

 

Zukunftsprognose:

Nach der Saison verließen viele Spieler das sinkende Schiff. Es droht wieder langjährige Mittelmäßigkeit in Liga 2. Man kann für die Fürther nur hoffen, dass die Spieler diese Seuchensaison schnell wieder vergessen und ihr Glück wiederfinden. Sonst sollten die Fürther über eine Logoänderung nachdenken.

 

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