BVB-Bayern: Mann-gegen-Mann-Vergleich

23 Mai

Am Ende gewinnt die bessere Mannschaft, wie immer. Trotzdem folgt hier der Vergleich der individuellen Klasse:

 

Weidenfeller – Neuer: Der wohl beste Nichtnationaltorwart der Welt gegen den wohl besten Nationaltorhüter der Welt. Neuer hat die bessere Bundesliga Saison gespielt, Weidenfeller die bessere in der Champions League. Dort hat Neuer zehn Gegentore kassiert, Weidenfeller zwölf. Allerdings hat Weidenfeller viele Großchancen vereitelt, Neuer eher wenige. Weidenfeller zeichnen seine guten Reflexe und sein bärenstarkes 1-gegen-1 Verhalten aus. Neuer hat ebenfalls gute Reflexe und ist ein mitspielender Torwart, der durch sein aktives Spiel Chancen des Gegners verhindert und Geschwindigkeit in das Spiel seiner Mannschaft bringt. Auf jeden Fall gehören beide momentan zu den besten fünf Torhütern der Welt. Unentschieden.

Piszczek – Lahm: Piszczek spielt eine hervorragende Saison. Er bildet mit Kuba eine starke rechte Seite und ist defensiv weniger anfällig als in den letzten Jahren. Er ist der zweitstärkste Rechtsverteidiger der Liga. Nach Philiph Lahm. Sein Pendant bei den Bayern ist allerdings Lahm, der unbestritten beste Rechtsverteidiger der Welt. Seit Jahren spielt er auf Weltklasseniveau. Defensiv meistens fehlerfrei und offensiv oft gefährlich. Zudem hat Piszczek seit einiger Zeit Hüftbeschwerden und muss nach dem Finale operiert werden. Man darf hoffen, dass ihn das nicht beeinträchtigt und er bald wieder fit ist. Vorteil Bayern.

Subotic – Boateng: Subotic und Boateng sind beide solide Innenverteidiger. Beide sind kopfballstark und haben ein gutes Zweikampfverhalten. Allerdings neigen beide hin und wieder zu Leichtsinnigkeiten. Die Fehler von Boateng sind weithin bekannt; sein Platz ging im Viertelfinale daher auch an Daniel Van Buyten. Subotic hat in dieser Saison mehrere Elfmeter verursacht und sein Spielaufbau ist oft fehlerbehaftet. Beide sind die spielschwächeren Innenverteidiger, der Spielaufbau läuft in der Regel über Hummels und Dante. Druck auf Subotic oder Boateng könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein. Unentschieden.

Hummels – Dante: Hummels ist spielstark, gewinnt viele Zweikämpfe und ist bei Standards mit dem Kopf oft gefährlich. Sein Spielaufbau ist ein wichtiger Baustein im Dortmunder System. Seine langen Bälle auf Lewandowski sind gefürchtet. Gerade rechtzeitig hat er sich von seiner Verletzung erholt und kommt wieder in Form für das Finale gegen die Bayern. Zuletzt mit einigen Fehlern wie gegen Real Madrid oder Hoffenheim. Ansonsten ist er aber der beste deutsche Innenverteidiger. Dante ist der Chef der Abwehr bei den Münchnern. Er überzeugt durch sein Stellungsspiel und seine Souveränität im Spielaufbau. Er macht so gut wie keine Fehler und bügelt öfter die seiner Nebenmänner aus. Hummels ist durch seine lange Verletzung noch nicht bei 100%, sonst würde ich ihn stärker einschätzen. So ist es ein Unentschieden.

Schmelzer – Alaba: Schmelzer ist der beste deutsche Linksverteidiger. Hinten stark, hin und wieder offensiv gefährlich und gut in der Balleroberung. Einige Jahre war er der beste Linksverteidiger der Liga. Das zeigt seine Klasse, aber auch, dass es in Deutschland kaum gute Linksverteidiger gibt. Diesen Rang hat ihm Alaba mittlerweile abgelaufen. Er spielt eine sehr gute Saison und ist hochtalentiert. Vorne oft gefährlich, hinten manchmal noch zu übermütig. Trotzdem ist die linke Seite der Bayern zusammen mit Ribery das gefährlichste, was es links in Europa gibt. Vorteil Bayern

Gündogan – Schweinsteiger: Hirn gegen Hirn. Gündogan und Schweinsteiger sind die wichtigsten Spieler ihrer Mannschaft. Sie bestimmen das Tempo, leiten Angriffe ein und gewinnen viele Bälle. Schweinsteiger ist schon seit einigen Jahren Weltklasse, Gündogan ist es mittlerweile auch. Auch Jogi Löw konnte die Frage nicht beantworten, wer derzeit besser ist. Für ihn sind sie auf demselben Niveau. Das kann man so unterschreiben. Unentschieden.

Bender – Martinez: Bender ist eine Maschine. Er gewinnt sehr viele Bälle und läuft bis zum Umfallen, teilweise bis zu 13 Kilometer. Spielerisch ist er im Vergleich zu Gündogan aber limitiert. Dafür kann er sehr gut das Spiel der Gegner kaputt machen. Martinez ist ein ähnlicher Spielertyp wie Bender. Er wirkt wie ein Ballmagnet und klaut sich viele Bälle. Xavi, Iniesta und Co dürften nach dem Halbfinale Alpträume von ihm gehabt haben. Spielerisch ist er einen Tick besser als Bender, daher Vorteil Bayern.

Großkreutz – Ribery: Hier müsste eigentlich Reus stehen. Aber Götze hat sich verletzt, daher wird voraussichtlich Großkreutz in die Mannschaft rücken. Er ist ein Kämpfer, der oft gute spielerische Anlagen zeigt. Sein Torabschluss ist oft noch zu ungefährlich, dafür arbeitet er gut in der Defensive. Ribery ist der beste Spieler der vergangenen Bundesligasaison. Er war noch nie so gut wie jetzt, mit 30 Jahren. Offensiv war er schon immer gefährlich, diese Saison ist er unberechenbar. Und er arbeitet dieses Jahr auch in der Defensive; ein Novum für Ribery. Bei Reus gegen Ribery wäre es knapp geworden, Großkreutz ist klar schwächer. Vorteil Bayern.

Reus – Müller: Reus ist der Mann für die wichtigen Momente. Er kann lange abtauchen und dann plötzlich zuschlagen. Er ist immer für ein Tor gut. Sprintstark, torgefährlich und sehr spielstark; Genau das muss ein Außenstürmer können. Im Finale muss er voraussichtlich im Zentrum spielen, da Götze verletzt ist. Dasselbe Schicksal ereilt Thomas Müller, der aufgrund von Kroos Verletzung im Zentrum spielt. Müller ist der torgefährlichste Münchner in dieser Champions League Saison mit acht Toren. Auch in der Bundesliga hat Müller wieder zu alter Stärke gefunden. Reus muss sich am Samstag beweisen. Götzes Fehlen muss er kompensieren. Ausgeglichen.

Blaczykowski – Robben: Beide sind wahnsinnig schnelle Sprinter, die gerne dribbeln. Blaczykowski sucht oft den Nebenmann und bereitet viele Tormöglichkeiten vor. Robben sucht hingegen öfter den Abschluss und bereitet weniger vor. Teamplayer gegen Ego-shooter – Dennoch sind beide sehr wichtig für ihr Team. Robben arbeitet seit dieser Saison auch in der Defensive. Gerüchten zufolge, hat man ihn sogar am eigenen Strafraum gesichtet. Das ist für Blaczykowski selbstverständlich. Defensiv ist er deutlich stärker einzuschätzen, was Samstag wichtig sein könnte. Vorteil Dortmund.

Lewandowski – Mandzukic: Lewagoal gegen Mandzukic. Der Goalgetter gegen den Systemstürmer. Lewandowski schiesst Tore wie am Fließband und ist in dieser Saison nicht aufzuhalten. Seine Ballannahme, Ballbehauptung und sein Torabschluss suchen ihresgleichen. Mandzukic hingegen ist der Arbeiter unter den Stürmern. Er rennt jedem Ball hinterher und stört die gegnerischen Verteidiger beim Spielaufbau. Das hat ihm den Spitznamen „erster Verteidiger“ eingebracht. Er ist wichtig für das System der Bayern und ist trotzdem noch torgefährlich. Allerdings lange nicht so gefährlich wie Lewandowski. Vorteil Dortmund.

Auswechselspieler: Dortmund hat Sahin, Leitner, Kehl , Schieber, Hofmann. Bayern hat Shaqiri, Pizarro, Gomez, Gustavo, Van Buyten. Bayern kann flexibler agieren und hat zweifellos mehr Qualität auf der Ersatzbank. Vorteil Bayern.

Endstand: 5:2 für die Bayern. Die individuelle Klasse spricht für die Bayern. Vor allem in der Abwehr sind die Münchner besser aufgestellt. Sie gehen auch aufgrund ihrer individuellen Qualität als Favorit in dieses Finale. Vielleicht bringt es ihnen diesmal auch etwas.

 

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