Abstiegskampf in der Bundesliga – Not gegen Elend – Teil 2

12 Mai

Hier Teil 2 der Abstiegskämpfer: FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf. Oder sollte man eher sagen: Relegationskämpfer?

Die Stehaufmännchen aus Augsburg sind beeindruckend: In der Hinrunde mit mageren 9 Punkten gestartet, stehen in der Rückrunde schon 21 Punkte zu Buche. Auch im Jahr zuvor konnten die Augsburger in der Rückrunde 8 Punkte mehr einfahren. Sie wurden schon oft abgeschrieben, haben sich bisher aber immer rechtzeitig zurückgekämpft. Das Endspiel um den Klassenerhalt bestreiten die Fuggerstädter gegen Greuther Fürth, die vermeintlich leichteste mögliche Aufgabe. Für den direkten Klassenerhalt muss Augsburg mehr Punkte holen als Düsseldorf. Bei einer Niederlage, darf Hoffenheim nicht gewinnen, sonst wäre auch die Relegation weg. Aber das ist sehr unwahrscheinlich. Die Augsburger werden vor jeder Saison von vielen Experten als Abstiegskandidat gehandelt. Das liegt zum einen an der fehlenden individuellen Klasse des Kaders. Der Marktwert des gesamten Kaders beträgt 34 Millionen Euro. Der von Ribery 42 Millionen. In dieser Saison ist das Hauptproblem der Augsburger die Chancenauswertung. In 33 Spielen haben die Rot-Weißen 469 mal auf das gegnerische Tor geschossen. Das ist der sechsthöchste Wert der Liga! Dem Gegenüber stehen allerdings nur 30 Tore, was eine mickrige Chancenauswertung von 6% macht. Sehr viele Chancen, aber trotzdem der zweitschlechteste Angriff nach Hoffenheim. Das ist für die 1. Liga problematisch. Dabei haben die Augsburger doch eigentlich einen Stürmer, der regelmäßig trifft: Sascha Mölders. In 23 Spielen hat er 10 Tore erzielt. Leider war Mölders lange verletzt und der Ersatz durch Werner, Jii oder Ko hat kaum getroffen. Die Abwehr der Augsburger ist mit 50 Gegentreffern vergleichsweise stabil. Und der Einsatz und Kampfeswille der Fuggerstädter sucht seinesgleichen. Augsburg gewinnt gegen Fürth, Düsseldorf lässt Punkte gegen Hannover liegen – und Augsburg bleibt uns ein weiteres Jahr erhalten.

Düsseldorf. Eine Mannschaft ohne wirkliche Stars. Ihre Stärke ist ihre Ausgeglichenheit. Ihre Schwäche auch. Die Mannschaft hat addiert einen Marktwert von 31 Millionen. Bei den Bayern haben acht Spieler alleine einen höheren. Das Gefüge funktioniert als Kollektiv. Wenn die Mannschaft gewinnt, dann hat sie auch besser gespielt. Unverdient gewonnen passiert bei Düsseldorf zu selten. Dazu fehlen die Einzelleistungen und oft auch das Glück, das dazu nötig wäre. Düsseldorf hat ein Torverhältnis von 39:54. Angriff und Abwehr sind unterdurchschnittlich, es gibt aber jeweils einige schlechtere. Das wohl größte Problem von Düsseldorf ist das Herausspielen von Chancen. Mit 305 Torschüssen in 33 Spielen haben sie den deutlich niedrigsten Wert. Das sind im Schnitt neun Torschüsse pro Spiel – ein viel zu niedriger Wert. Die Chancenauswertung ist dagegen erstaunlich gut: Mit 13% sind die Düsseldorfer Stürmer vergleichsweise durchschnittlich effektiv. Auch bei den Torschützen treten zwei Akteure häufiger in Erscheinung: Schahin und Reisinger haben zusammen 15 Tore erzielt. Die Hinrunde haben die Düsseldorfer mit 21 Punkten auf Rang 13 beendet. Die Rückrunde verläuft bisher dagegen katastrophal. Nur zwei Siege und insgesamt neun Punkte aus 17 Spielen sind nicht genug für die 1. Liga. Die momentan schwache Form mit elf sieglosen Spielen nacheinander könnte sie noch auf Rang 16 abrutschen lassen. Ihr letzter Gegner ist Hannover, für die das Spiel belanglos ist. Augsburg wird wahrscheinlich Punkten, Hoffenheim wohl eher nicht. Düsseldorf schafft meiner Einschätzung nach wieder keinen Sieg und muss in die Relegation. Mal schauen, ob der Elfmeterpunkt diesmal da bleibt.

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