Bayern vs. Juventus – mit Riesenschritten

11 Apr

Die Erwartungen an die Münchner sind mittlerweile riesig. Ein Champions League Viertelfinale wäre für fast alle Vereine ein großer Erfolg. Für die Bayern ist es in dieser Saison nur ein Zwischenschritt.

Nach dem 2:0 Hinspiel-Sieg war das Weiterkommen für viele Medien selbstverständlich und lediglich Formsache. Diese Botschaft haben die Turiner zumindest in den ersten 30 Minuten nicht beachtet. Mit mutigem Pressing bereiteten sie den Bayern deutlich mehr Probleme als erwartet und kamen mit Quagliarella und Pirlo zu gefährlichen Abschlüssen. Schweinsteiger und Lahm zeigten im Spielaufbau ungewohnte Schwächen und leisteten sich einige Fehlpässe. Dante und Van Buyten wirkten nicht so souverän wie in der Woche zuvor. Und die giftige Spielweise von Müller, Robben und insbesondere Mandzukic konnte die Abwehr von Juventus nicht ernsthaft in Schwierigkeiten bringen. Das Fußballwunder von Turin schien zu diesem Zeitpunkt möglich. Nur Manuel Neuer hatte etwas dagegen und zeigte eine bärenstarke Leistung im Tor der Münchner. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurden die Bayern besser und kamen durch Fernschüsse von Alaba und Robben zu guten Möglichkeiten.

Das 0:0 zur Pause spielte den Bayern in die Karten: Juventus musste ab jetzt mehr riskieren. Und tat das auch. Chancen hatten sie in der 47. Minute durch einen Pirlo Freistoß und  in der 49. Minute einen Schuss von Quagliarella, der knapp am Pfosten vorbeiging. Ab dann übernahmen die Bayern die Kontrolle über das Spiel. Lange Ballstafetten, sichere Pässe und ein starkes defensives Mittelfeld mit Schweinsteiger und Martinez sorgten für ein Übergewicht der Münchner. Robben setzte den Ball erst noch an den Pfosten, Mandzukic machte es 10 Minuten später aber besser: Bei einem Freistoß von Schweinsteiger brachte Martinez den Ball wuchtig auf Buffon, der prallen lassen musste. Und Mandzukic stand da, wo ein Torjäger stehen muss und köpfte das entscheidende 1:0. Von einem Aufbäumen der Turiner war nichts zu spüren, die Bayern kontrollierten das Spiel jetzt völlig. Sie kamen zu weiteren Großchancen durch Müller und Robben. In der Nachspielzeit vollendete Pizzaro eine gelungene Kombination zum 2:0 Endstand.

Die alte Dame war besiegt, die Bayern waren zu stark für den italienischen Meister. Über beide Spiele eine sehr souveräne Leistung. Ein überragender Neuer und ein bestechendes defensives Mittelfeld waren der Schlüssel zum Erfolg. Wenn die Bayern in dieser Form weiter spielen, können sie jeden schlagen. Auch Barcelona. Der Fußballriese Barcelona wankt, fällt aber noch nicht gegen Paris. Das droht aber beim nächsten Schritt: Die Münchner kommen und es scheint momentan schwer sie aufzuhalten.

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